Der europäische Traum

Aus Bookpedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der europäische Traum - Die Vision einer leisen Supermacht
Autor(en): Jeremy Rifkin
Herausgeber:
Erscheinungsort: New York
Verlag: S. Fischer Taschenbuch
Serie:
Erscheinungsjahr: 2004
Seitenanzahl: 336 Seiten
Originaltitel: The European Dream
Originalsprache: Englisch
ISBN-10: 3-596-16970-4
ISBN-13/

EAN-Code:

978-3-596-16970-2
Schlagwörter: Geschichte, USA, Europa, Amerikanischer Traum, Moderne, Globalisierung
Sachgebiete: Politik, Wirtschaft, Soziales, Völkerrecht
Rezensionen

Einleitend schildert Jeremy Rifkin schildert aus eigenem Erleben die Revolte der jungen Generation der "Neuen Welt" gegen die negativen sozialen Auswirkungen in der historischen Folge des "Amerikanischen Traumes". Auch der moralische Niedergang in der Masse der US-amerikanischen Bevölkerung insbesondere im Gefolge des blutigen Krieges der USA in Vietnam und ihrer eortigen Niederlage bringen den Autoren schließlich zur Feststellung, dass der "hochgeschätzte Amerikanische Traum..., das Ideal, um das uns einst die Welt beneidete,.. Amerika in seine gegenwärtige Sackgasse geführt" hat. Bei diesem "Ideal" ging es bisher zu sehr um das persönliche materielle Vorankommen und zu wenig auf das allgemeine menschliche Wohlergehen. Dieses "Ideal" fand und findet in einer Weölt zunehmender Risiken, Vielfalt und wechselseitiger Abhängigkeit immer weniger Aufmerksamkeit.

Im logischen Aufbau seines Buches analysiert der Autor den "langsamen Tod des Amerikanischen Traumes" und stellt diesen diesen den "neuen Lehren aus der Alten Welt" gegenüber.

Für den neugierigen Leser begründet Jeremy Rifkin mit der Beschreibung der "Konstruktion der Moderne" die für die Alte wie die Neue Welt räumlichen und zeitlichen Unterschiede bei der "Erschaffung des Individuums", bei der ideologischen Sicht auf das Privateigentum und bei der Ausprägung der kapitalistischen Märkte und Nationalstaaten.

Im "kommenden globalen Zeitalter" spielen dann nur noch "Netzwerke" eine Rolle, sowohl bei den Geschäften der globalisierten Wirtschaft als auch in der Politik, wo nur eine "Regierung ohne Mitte" ein Chance hat. Besondere Bedeutung kommt in diesem neuen Zeitalter auch der Zivilgesellschaft zu, die ebenfalls netzwerkartig wirken wird, um an der Entwicklung der Gesellschaft teilnehmen zu können.

Der Autor sieht für Europa die Chance, Vorbild für die übrige Welt zu werden, in der angestrebten "Einheit in Vielfalt" und der vorgesehenen friedensschaffenden Funktion der "Vereinigten Staaten" von Europa.

Der "Europäische Traum" stellt nach Meinung des Autoren, Gemeinschaftsbeziehungen über individuelle Autonomie, kulturelle Vielfalt über Assimilation, Lebensqualität über Anhäufung von Reichtum, nachhaltige Entwicklung über unbegrenztes materielles Wachstum, spielerische Entfaltung über ständige Plackerei, universelle Menschenrechte und die Rechte der Natur über Eigentumsrechte und globale Zusammenarbeit über einseitige Machtausübung.


Horst Grützke10:12, 25. Mär 2009 (CET)

Persönliche Werkzeuge