Arno J. Mayer, in Luxemburg geboren, hat die Ermordung der europäischen Juden in die Logik des Ostkriegs gerückt, ohne sie zu entschuldigen. Der Krieg als Kreuzzug polarisierte, weil es den Völkermord als Entgrenzung eines Kreuzzugs gegen den »jüdischen Bolschewismus« las.
Leben
Flucht vor den Deutschen, Amerika, Princeton, die lange Lehre. Der Umweg ist 1940: Wer als Jude entkommt, schreibt später den Krieg, der die nicht Entkommenen vernichtete, als Historiker der Eliten und der alten Ordnung, die sich radikalisiert. Marxistisch geschult, unbequem nach links und nach rechts.
Wirkung
Mayer hat die Holocaustforschung gezwungen, 1941 ernst zu nehmen, nicht nur 1933. Die Empörung war Teil der Wirkung; Saul Friedländer setzte Ideologie und Zeugnis gegen die bloße Kriegsableitung.
Wer nur den Funktionalisten sucht, unterschlägt die Elitegeschichte des 20. Jahrhunderts daneben. Wer nur den Skandal sucht, unterschlägt das Archiv.
Werke
- Der Krieg als Kreuzzug (1988)
In Auswahl außerdem: The Persistence of the Old Regime, The Furies.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
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