Clemens Brentano, in Ehrenbreitstein geboren, hat der Heidelberger Romantik die Stimme gegeben, die singt und nicht maßhält. Mit Achim von Arnim gab er Des Knaben Wunderhorn heraus; die eigenen Gedichte und Godwi zeigen, was die Sammlung nur ahnen lässt: ein Ich, das sich in Bildern verliert.
Leben
Kaufmannsfamilie, Frankfurt, Jena bei den Schlegels, Heidelberg, die Liebe zu Karoline von Günderrode, später die katholische Einkehr, Dülmen bei der stigmatisierten Anna Katharina Emmerick, deren Gesichte er aufschrieb. Der Umweg war diese Wendung: vom romantischen Zerstreuer zum frommen Schreiber. Er starb 1842 in Aschaffenburg.
Wirkung
Brentano hat das deutsche Gedicht um einen Ton reicher gemacht, der volkstümlich klingt und artifiziell ist. Das Wunderhorn trägt seinen Anteil an Erfindung und Glätte; die Loreley-Fassung, die Heine später umwendete, gehört in diese Werkstatt. Gegen Arnims Organisation steht hier das Talent, das nicht haushält. Die Märchen und die Rheinverse haben die Schule erreicht; der Roman Godwi blieb der schwierige Bruder.
Die Nachwelt hat ihn zum reinen Lyriker und zum Konvertiten gemacht. Beides greift. Wer nur die Lieder will, unterschlägt die Prosa und die Emmerick-Jahre. Wer nur die Frömmigkeit will, hat den frühen Zerstörer nicht gelesen. Neben Eichendorff der Unruhigere: weniger Straße, mehr Inneres, das nach außen singt.
Werke
- Des Knaben Wunderhorn (1805)
In Auswahl außerdem: Godwi, Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl, die Gedichte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.