Gaetano Mosca (1858–1941), in Palermo geboren, hat die Demokratie an der Organisation gemessen und gefunden, dass stets eine Minderheit herrscht. Die herrschende Klasse – italienisch Elementi di scienza politica – macht aus dieser Beobachtung ein Gesetz, nicht eine Entartung.
Leben
Jurist in Palermo und Rom, dann Turin, später Senator des Königreichs. Der Umweg ist die Skepsis gegen das parlamentarische Italien, das sich als Volksherrschaft beschrieb, während eine politische Klasse die Ämter hielt. 1925, nach der faschistischen Machtübernahme, verteidigte er im Senat die Gewaltenteilung und zog sich zurück. Er starb in Rom, vom Regime unbeachtet.
Wirkung
Mosca hat die politische Klasse benannt: die weniger zahlreiche Schicht, die Macht monopolisiert und sich durch eine Formel rechtfertigt, die den Beherrschten gerecht erscheint. Wahlen ändern das Gesetz nicht, sie sortieren Kandidaten der Minderheit. Neben Vilfredo Paretos Kreislauf der Eliten und Robert Michels’ ehernem Gesetz der Oligarchie steht hier die italienische Gründung der Elitenlehre – gegen Karl Marx insofern, als Herrschaft an Organisation gebunden wird, nicht allein am Eigentum an Produktionsmitteln.
Die Erweiterung von 1923 hat den Parlamentarismus gegen Faschismus und kommunistische Gleichheit in Schutz genommen, ohne die Minderheitenherrschaft aufzugeben. C. Wright Mills hat die Machtelite weitergedacht; andere lasen in Mosca die Absage an jede Demokratie. Wer ihn nur als Kronzeugen der Oligarchie führt, unterschlägt, dass er die öffentliche Kritik für die einzige Hemmung der Willkür hielt. Die Formel, warum die Wenigen herrschen dürfen, bleibt das, was jede repräsentative Ordnung erfindet.
Werke
- Die herrschende Klasse (1896)
In Auswahl außerdem: Sulla teorica dei governi e sul governo parlamentare.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.