Autor:Hans Peter Richter

Hans Peter Richter (1925–1993), in Köln geboren, hat der Nachkriegsschule das schmale Buch gegeben, in dem zwei Jungen im selben Haus aufwachsen, bis der eine als Jude nicht mehr mit darf. Damals war es Friedrich erzählt die Jahre 1925 bis 1942 in kurzen Kapiteln, sachlich, kaum wertend, aus der Stimme des Freundes ohne Namen.

Leben

Kölner Kindheit, 1942 zur Wehrmacht, Verlust des linken Arms. Der Umweg war diese Beschädigung: Richter studierte danach Psychologie und Soziologie, arbeitete für Rundfunk und Betriebe, wurde Professor in Darmstadt und schrieb nebenher Jugendbücher über die Zeit, die ihm den Arm genommen hatte. 1961 erschien Friedrich, 1969 überarbeitet; das Motto warnt, morgen könnten andere an der Reihe sein. Er starb in Mainz.

Wirkung

Richter hat die Judenverfolgung nicht als Lehrvortrag erzählt, sondern als Folge von Alltagen: das Verbot, der Stein, das Schild am Laden, zuletzt der Keller, in den der Hauswirt Friedrich nicht lässt, während die Bomben fallen. Die Kürze und die Enthaltsamkeit der Stimme haben das Buch zur Schullektüre in Millionenauflage gemacht, in Deutschland, Amerika, Japan. Es steht auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis; die Wirkung liegt in dieser Brauchbarkeit: Eine Klasse kann es in Wochen lesen und begreift die Enge, ohne dass der Erzähler predigt.

Gerade die Schulkarriere hat den Einwand erzeugt, das Buch sei zu glatt, der nichtjüdische Freund zu unschuldig, die Geschichte zu lehrstückhaft. Beides kann man hören, ohne den Dienst zu leugnen, den es getan hat: Generationen haben Friedrich gekannt, bevor sie eine Akte oder einen dicken Zeitroman lasen. Wer nur die Träne will, hat den Hauswirt nicht gesehen. Wer das Buch für erledigt hält, weil es in der Mittelstufe steht, unterschätzt, wie selten die sachliche Stimme des Zuschauers geworden ist.

Werke

In Auswahl außerdem: Wir waren dabei, Die Zeit der jungen Soldaten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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