Autor:Luigi Cadorna

Luigi Cadorna (1850–1928), in Pallanza am Lago Maggiore geboren, hat als Chef des italienischen Generalstabs den Frontalangriff zur Vorschrift gemacht und damit Hunderttausende in den Isonzo und in die Alpen geschickt. Frontalangriff und taktisches Training von 1915, das rote Büchlein, ist keine missverstandene Theorie: Es ist der Befehl, der den Stellungskrieg leugnete und als Muster verfehlter Taktik mit extremen Menschenopfern in die Geschichte eingegangen ist.

Leben

Sohn des Generals Raffaele Cadorna, Militärschulen in Mailand und Turin, 1870 bei der Besetzung Roms, Ruf als Disziplinierer der Bersaglieri. Der Umweg ist die Offensive als Lebenssatz: Cadorna schrieb schon als Oberst ein Handbuch der Infanterietaktik, übernahm 1914 den Generalstab und blieb beratungsresistent, bis Caporetto 1917 die Front aufrollte. Er hatte Warnungen ignoriert, Reserven versagt, Rückzüge als Feigheit behandelt; gegen sechs Prozent der Soldaten wurden Verfahren eröffnet, etwa siebenhundertfünfzig hingerichtet – die höchste Zahl einer Armee im Weltkrieg. 1919 verlor er Rang und Bezüge. Benito Mussolini rehabilitierte ihn 1924 und machte ihn zum Marschall. Er starb in Bordighera.

Wirkung

Cadorna hat den Willen über die Feuerkraft gestellt. Das Rundschreiben vom Februar 1915, vermutlich von Giuseppe Pennella gefasst und von Cadorna gezeichnet, verteilte den Frontalstoß bis zum Bajonett gegen Gräben an die Regimenter, drei Monate vor dem Kriegseintritt. Elf Isonzooffensiven folgten der Lehre; Görz fiel 1916, der Rest war Verlust ohne Raum. Antonio Gramsci nannte den Cadornismo eine menschenverachtende Strategie. David Stevenson zählte ihn zu den gefühllosesten Befehlshabern des Krieges.

Der Faschismus hat den Feldherrn zum Denkmal gemacht: Kreuzer, Mausoleum, Straßennamen, ein Bahnhof in Mailand. Seit 2022 gibt es Bestrebungen, die Namen zu löschen, weil das Vorbild blutig ist. Wer Cadorna nur als Opfer der Waffenlage von 1915 liest, unterschlägt die Hinrichtungen und die Weigerung zu lernen. Wer nur den Schlächter sieht, unterschlägt, dass ganz Europa Offensivdoktrinen dieses Zuschnitts hatte – und dass er sie länger festhielt als andere. Das rote Büchlein bleibt die verdichtete Form dieser Haltung.

Werke

In Auswahl außerdem: La guerra alla fronte italiana, Altre pagine sulla grande guerra.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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