Autor:Michael Ende

1929 1995

Michael Ende (1929–1995), in Garmisch-Partenkirchen geboren, hat dem Kind das Zuhören als Gegenkraft gegeben und der beschleunigten Stadt die grauen Herren. Momo ist kein Märchen gegen die Eile allein: Die Zeitdiebe sprechen die Sprache des Fortschritts, und das Kind, das nichts besitzt, ist deshalb nicht erpressbar.

Leben

Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende, dem die Nationalsozialisten das Ausstellen verboten. Schauspielschule, Kabarett, Puppenspiele – der Umweg über die Bühne erklärt die Figuren, die wie aus dem Märchen kommen und die Bundesrepublik meinen. Jahre in Genzano bei Rom, dann München. Er starb an Magenkrebs in Filderstadt, als die Unendliche Geschichte ihn schon zum Weltnamen gemacht hatte.

Wirkung

Ende hat die Kritik der nutzbar gemachten Stunde in ein Kinderbuch gelegt, ohne die Kinder zu schonen. Momo hört zu, und das ist politischer als jede Predigt über Leistung. Die grauen Herren sind keine Teufel aus einer anderen Welt; sie verkaufen das Leben als Guthaben. Die spätere Unendliche Geschichte hat die Rettung nach innen verlegt; Momo bleibt das Buch über den öffentlichen Diebstahl.

Pädagogen haben ihn als Übungsstück gegen die Eile vereinnahmt, die Verfilmungen die Langsamkeit oft verschenkt. Die Germanistik hielt ihn lange für leicht. Unrecht: Neben den westdeutschen Zeitdiagnosen der siebziger Jahre steht dieses Volksbuch, das die Erwachsenen härter trifft als die Kinder. Wer Ende nur als Märchenerzähler liest, hat die Vertreter nicht erkannt.

Werke

In Auswahl außerdem: Die unendliche Geschichte, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Der Spiegel im Spiegel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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