Autor:Paul Bairoch

1930 1999

Paul Bairoch (1930–1999), in Antwerpen geboren und in Genf gestorben, hat der Wirtschaftsgeschichte die Zahlen gegen die Lehrsätze gehalten. Economics and World History. Myths and Paradoxes räumt mit dem Glauben auf, Freihandel habe den Westen reich gemacht und der Kolonialismus sei dessen eigentliche Kasse gewesen.

Leben

Er wuchs in Belgien auf, lehrte in Montreal und Genf und baute historische Reihen auf, die Urbanisierung, Industrialisierung und die Kluft zwischen West und Rest messbar machen sollten. Der Umweg war die Statistik gegen die Lehre: nicht das Modell, sondern die Reihe. 1993 der schmale englische Band, neben dem großen französischen Werk über Siege und Niederlagen der Entwicklung. Er starb in Genf.

Wirkung

Bairoch hat Sätze angegriffen, die Ökonomen und Politiker einander als Geschichte erzählen. Schutzpolitik statt goldenes Zeitalter des Freihandels; Kolonialgewinn kleiner als die Moral ihn braucht; die Dritte Welt nicht von alters her arm. Die Globalisierungsdebatte hat ihn als Kronzeugen genommen, oft nur für eine der beiden Hälften.

Kanonisiert unter Historikern, für zu kühn gehalten unter Modellökonomen: Wer nur die Anti-Freihandels-Pointe will, unterschlägt die Nüchternheit der Tabellen. Wer nur die Zahlen will, unterschlägt, dass der Band eine Intervention war. Genf bleibt der Ort der Reihen.

Werke

In Auswahl außerdem: Victoires et déboires, die großen Arbeiten zur historischen Statistik.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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