Richard Bach (geb. 1936), in Oak Park in Illinois geboren, hat der Sinnsuche der siebziger Jahre die Möwe gegeben, die nicht um des Futters willen fliegt. Die Möwe Jonathan wird aus dem Schwarm gestoßen, lernt bei Lehrern, die höher und langsamer sind als die Erde, und kehrt als Lehre zurück; die Schwerkraft ist die Gewohnheit.
Leben
Luftwaffe, Kunstflug, die kleine Maschine als Lebensform. Der Umweg war das Fliegen als einzige Metapher, die er brauchte: Bach hat nicht über Vögel recherchiert, er hat den Schwarm durch den Hangar gesehen. 1970 das schmale Buch mit Photographien, ein Welterfolg; später weitere Lehrschriften über Liebe, Unfälle, Wiedergeburt im weitesten Sinn. Er lebt in den Vereinigten Staaten.
Wirkung
Bach hat die Parabel so knapp gehalten, dass sie als Geschenk, als Schulaufsatz und als Lebenshilfe denselben Weg ging. Jonathan sucht die Thermik über dem Hass; der Schwarm bleibt unten bei den Kuttern. Gegen Naturkunde und gegen den dicken Entwicklungsroman der Zeit war das Büchlein eine Behauptung: Vollkommenheit sei eine Frage der Flugbahn. Ullstein brachte es noch im Erscheinungsjahr auf Deutsch.
Die Nachwelt hat es rasch als Erbauung der Jahre nach 1968 abgelegt, dann wiederentdeckt, wann immer jemand Freiheit mit Technik verwechselt. Prozesse und spätere Lebensgefährtinnen haben den Verfasser in den Klatsch gezogen; das ändert den Text nicht und erklärt, warum man ihn heute mit Vorsicht zitiert. Wer nur die Lehre nimmt, hat den Schwarm nicht gesehen, der unten bleibt. Wer nur spottet, unterschlägt, wie genau das Buch die Konkurrenz ums Futter als Moral entlarvt.
Werke
- Die Möwe Jonathan (1970)
In Auswahl außerdem: Illusionen, Die Brücke über die Ewigkeit, Eins.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.