Sophia Bogner (geb. 1987), in Stuttgart aufgewachsen als Tochter einer äthiopischen Mutter und eines deutschen Vaters, hat dem Wirtschaftsjournalismus über Afrika die Form des Unternehmerporträts gegeben. Jenseits von Europa, 2022 mit Paul Hertzberg, will den Kontinent als Ort von Firmen zeigen, nicht nur von Katastrophen.
Leben
Literatur und internationale Beziehungen, dann Jahre in der Wirtschaft, zuletzt Unternehmensentwicklung bei Burda. Der Umweg ist der späte Wechsel zur Journalistenschule in München und die Berichterstattung aus mehr als einem Dutzend afrikanischer Länder, oft gemeinsam mit Paul Hertzberg. Aus der Magazinserie in brand eins wurde das Buch. Seit 2022 arbeitet sie bei den Tagesthemen.
Wirkung
Bogner und Hertzberg haben das europäische Afrikabild – Hunger, Krieg, Hilfe, Rohstoff – durch Geschäftsmodelle ersetzt: Strom, wo das Netz fehlt, Zahlungsverkehr ohne Filiale, Gründerinnen statt Sonderkapitel der Entwicklungshilfe. Die Reportageform hält Nähe und bleibt der Blick Reisender, die das Klischee ersetzen wollen und dafür starke Figuren brauchen. Auszeichnungen der Serie haben dem Band den Kredit des Wirtschaftsjournalismus gegeben.
Die Fachkritik war kühler als der Hörfunk: eine Handvoll außergewöhnlicher Unternehmer werde zum Bild des Kontinents, Ethik und Abhängigkeit blieben am Rand. Horst Köhler nannte das Buch lohnend. Wer nur die Gegenerzählung feiert, unterschlägt die Auswahl; wer nur den Prospekt wittert, unterschlägt, dass hier überhaupt Firmen südlich der Sahara als Gegenstand ernstgenommen werden.
Werke
- Jenseits von Europa (2022)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.