Autor:Stéphane Mallarmé

1842 1898
Dichter · Literatur · Philosophie · 19. Jahrhundert
LiteraturPhilosophie


Stéphane Mallarmé, in Paris geboren, hat dem Gedicht die Seite gegeben, auf der der Zufall nicht aufhört, Würfel zu sein. Ein Würfelwurf setzt Worte in Schwarz auf Weiß wie eine Partitur; der Satz, dass ein Wurf den Zufall niemals aufheben werde, ist Programm und Klage.

Leben

Früher Verlust der Mutter, London, der Schuldienst in der Provinz und in Paris, die Dienstagsempfänge in der Rue de Rome, an denen die Jüngeren den Meister hörten. Der Umweg ist dieser Salon: Mallarmé lebte von der Schule und schrieb, als gälte es, das Buch aller Bücher zu erzwingen, das nicht fertig wurde. Der Sohn Anatole starb; das Fragment über den Toten blieb. Mallarmé starb in Valvins.

Wirkung

Mallarmé hat die Sprache von der Mitteilung auf das reine Geschehen umgestellt. Sinn entsteht in der Leerstelle, im Schriftbild, im Klang, der kein Gegenstand mehr sein will. Der Würfelwurf ist kein Bild fürs Leben, sondern die Form, in der Denken und Zufall dieselbe Seite bewohnen. Von hier gehen Valéry, die konkrete Poesie und ein Teil der Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts aus, oft ohne den Schulmeister zu nennen, der Dienstags den Vers vorlas.

Man hat ihn zum dunklen Priester der reinen Poesie gemacht. Die Dunkelheit ist Arbeit, kein Weihrauch. Wer nur das Weiß der Seite sucht, unterschlägt den Satz, der trotzdem fällt. Wer nur den Satz sucht, unterschlägt die Anordnung, ohne die er ein Aphorismus wäre. Das große Buch blieb aus; der Wurf reicht.

Werke

In Auswahl außerdem: Ein Nachmittag eines Fauns, Vers und Prosa, die Übersetzung von Poes Raben.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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