Autor:Wilhelm von Ockham

1287 1347
Philosoph · Philosophie · 13./14. Jahrhundert
Philosophie


Wilhelm von Ockham, in Surrey geboren und in München gestorben, hat die Allgemeinbegriffe aus den Dingen in die Zeichen geholt. Die Summe der Logik ist das Werkzeugbuch dieser Sparsamkeit: nicht mehr Wesenheiten ansetzen, als die Erklärung braucht.

Leben

Franziskaner, Oxford, der Prozess in Avignon wegen Sätzen über die Formen, die Flucht zu Ludwig dem Bayern 1328. Der Umweg ist diese Flucht: aus dem Schulstreit wird Politik gegen den Papst, Armut der Minoriten, Kaisertum. Er starb in München, wahrscheinlich an der Pest. Die Logik war zuerst da; der Kirchenstreit hat sie nicht aufgehoben.

Wirkung

Ockham hat den Realismus der Universalien getroffen, ohne die Wissenschaft der Einzeldinge preiszugeben. Terminus, Supposition, Folgerung: Die scholastische Disputation bekommt eine Semantik, die das Inventar der Formen lichtet. Das Rasiermesser ist die populäre Formel dafür.

Die Neuzeit hat ihn zum Empiristen vor der Zeit gemacht; die Kirche hat Sätze verurteilt. Wer nur das Rasiermesser zitiert, unterschlägt die Theologie der Allmacht. Wer nur den Ketzer führt, unterschlägt das Schulbuch. Die Summe bleibt das trockenste und folgereichste Stück.

Werke

In Auswahl außerdem: die Quodlibeta, die Schriften zum Armutsstreit.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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