Autor:Zafer Şenocak

1961
Schriftsteller · Literatur · Gesellschaft · 20. Jahrhundert
LiteraturGesellschaft


Zafer Şenocak, in Ankara geboren, hat der deutschen Prosa das Buch gegeben, in dem deutsche, türkische und jüdische Herkunft sich nicht zur Versöhnung addieren. Gefährliche Verwandtschaft ist der Roman von 1998: Sascha Muhteschem erbt Tagebücher und eine Geschichte, die den Enkel nicht entlastet.

Leben

Ankara, ab 1970 München, später Berlin, Lyrik zuerst, dann Essays und Romane, Zeitschriften, öffentliche Rede über Islam, Säkularität, das deutsche Gedächtnis. Der Umweg war diese Zweisprachigkeit ohne Folklore: Şenocak schreibt Deutsch und denkt die Türkei nicht als Herkunftskulisse. Er lebt in Berlin.

Wirkung

Şenocak hat den Familienroman der Migration gegen die Erwartung geschrieben. Nicht Ankommen als Lehre, sondern Verwandtschaft als Gefahr: Wehrmacht und Jungtürken, Berlin und Istanbul, das Schweigen der Großväter. Gegen die milde Brückenprosa der neunziger Jahre steht hier ein Erzähler, der das Recht auf Unversöhntheit behält. Die Essays haben denselben Streit in die Öffentlichkeit getragen.

Gelesen wird er oft als Vermittler. Das unterschlägt die Schärfe. Wer nur den Dialog der Kulturen will, hat Saschas Erbschaft nicht gelesen. Neben Emine Sevgi Özdamars Kindheitsroman steht dieser schmalere, polemischere Band als die andere türkisch-deutsche Gründungserzählung: nicht die Karawanserei der Kindheit, die Akte der Enkel.

Werke

In Auswahl außerdem: Der Erottomane, Deutschsein, Das Fremde, das in jedem wohnt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.