...trotzdem Ja zum Leben sagen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | ...trotzdem Ja zum Leben sagen |
| Autor(en): | Viktor E. Frankl
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1946 |
| Schlagwörter: | Lager, Sinn, Logotherapie, Existenz |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Psychologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kösel
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| Umfang dieser Ausgabe: | 208 Seiten |
| ISBN: | 9783466373253 |
| Verweise | |
...trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager ist der 1946 erschienene Bericht von Viktor E. Frankl über Theresienstadt, Auschwitz und die Lager des Kaufering-Komplexes. Die später geläufige Ausgabe bei Kösel hat den Text zum Weltbuch der Logotherapie gemacht.
Inhalt
Frankl schreibt in zwei Registern. Der erste Teil ist der Bericht: Selektion, Hunger, der Entzug des Namens, die kleine Freiheit, noch eine Haltung zu wählen, wo fast nichts zu wählen bleibt. Der zweite Teil zieht die Lehre: der Mensch kann unter Bedingungen, die ihn zum Ding machen, nach einem Warum fragen. Wer das Warum hat, erträgt das Wie – Nietzsche als Lagermaxime. Die Logotherapie behauptet gegen Freud und Adler, nicht Lust und nicht Macht, sondern Sinn sei der Grundantrieb. Das Lager wird zum Extremfall dieser These, nicht zu ihrem Beweis im experimentellen Sinn. Frankl besteht darauf, dass Sinn gefunden, nicht erfunden wird: Aufgabe, Liebe, Haltung im Leiden.
Das Buch ist schmal und hat Millionen erreicht, weil es Trost anbietet, ohne die Vernichtung zu leugnen. Genau darin liegt die Kritik. Das Industrielle der Vernichtung, die Verwaltung des Todes, die Zufälligkeit des Überlebens treten hinter die seelische Probe. Wer überlebt hat, kann vom Sinn sprechen; wer nicht überlebt hat, spricht nicht. Frankl weiß das und schreibt trotzdem. Die Gefahr ist die Erbaulichkeit: das Lager als Schule der Persönlichkeit, das Leiden als Aufgabe, die Therapie als Moral. Die Stärke ist die Weigerung, den Häftling nur als Opferstatistik zu lesen. Zwischen diesen Sätzen muss jede Lektüre stehen, die das Buch nicht zur Andacht macht.
Die Nachkriegspsychologie hat die Logotherapie als dritte Wiener Schule geführt, oft am Rand der akademischen Zunft, wirksam in Seelsorge, Klinik, Ratgeber. Das Lagerbuch trägt diese Wirkung und verzerrt sie: aus einem Bericht wird eine Anthropologie, aus der Anthropologie ein Markt. Wer Frankl nur als Tröster kennt, hat die neun Tage nicht gelesen, in denen der Text 1945 entstand. Wer nur den Bericht kennt, unterschlägt, dass er eine Theorie mitgeliefert hat, die das 20. Jahrhundert über das Lager hinaus gebrauchen wollte.
Einordnung
Ohne dieses Buch fehlt der öffentlichen Psychologie eine Sprache für Sinn unter Bedingungen, die Sinn zu zerstören scheinen. In Die einflussreichsten Werke der Psychologie: 20. Jahrhundert steht es nach Freud und neben Fromm: Existenz gegen Trieb, Haltung gegen Flucht. Wer nur Auschwitz als Metapher nimmt, hat den Bericht verfehlt; wer nur den Sinn predigt, hat das Lager zur Erbauung gemacht.
Ideen
Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.
Hoffnung (wichtig)
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die einflussreichsten Werke der Psychologie: 20. Jahrhundert (Essay)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
