Allein in der Wildnis

Gary Paulsen · 1987 · Jugendroman


Das Werk
Deutscher Titel: Allein in der Wildnis
Autor(en): Gary Paulsen
Originaltitel: Hatchet
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1987
Schlagwörter: Absturz, Überleben, Beil, Kanada
Sachgebiete: Jugendroman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Carlsen


Umfang dieser Ausgabe: 182 Seiten
ISBN: 9783551352248
Verweise


Allein in der Wildnis ist der 1987 unter dem Titel Hatchet erschienene Jugendroman von Gary Paulsen, deutsch 1995 bei Carlsen in der Übersetzung von Thomas Lindquist. Der dreizehnjährige Brian Robeson stürzt mit einem Kleinflugzeug über den kanadischen Wäldern ab und bleibt vierundfünfzig Tage mit einem Campingbeil. Paulsen, der selbst in der Kälte gelebt und Schlittenhunde geführt hat, schreibt in kurzen Kapiteln und einfacher Prosa, ohne den Jungen zum Helden aufzublasen. Das Buch wurde Newbery Honor Book, landete auf Listen der wichtigsten Jugendbücher und hat eine Generation ans Lesen der Wildnis gewöhnt. Es ist Robinsonade ohne Inselromantik: Mücken, Durchfall, Scham.

Inhalt

Brians Eltern sind geschieden. Er lebt bei der Mutter im Staat New York; der Vater arbeitet für eine Ölgesellschaft im Norden Kanadas. Vor dem Flug schenkt die Mutter ihm ein Beil für die Ferien. Brian weiß ein Geheimnis, das die Ehe zerstört hat: Er hat die Mutter mit einem fremden Mann gesehen. Als einziger Fluggast sitzt er neben dem Piloten einer Cessna. Der Pilot lässt ihn Steuerbewegungen machen, erleidet einen Herzinfarkt und stirbt; im Krampf ändert sich der Kurs. Brian hält die Maschine in der Luft, bis der Treibstoff endet, und notwassert auf einem See. Das Wrack sinkt. Er schwimmt ans Ufer, vom Aufprall zerschlagen.

Er bleibt in der Absturzgegend, damit Sucher ihn finden. Das Seewasser muss er prüfen, Mücken fressen ihn, Traubenkirschen und Beeren verträgt er nicht alle. Ein Bär und Wölfe lassen ihn gewähren; ein Stachelschwein verletzt das Bein; ein Stinktier besprüht ihn. Mit Feuerstein und Beil schlägt er Funken, lernt Feuer, baut ein Signal. Ein Flugzeug kommt, das Feuer ist zu spät; die Enttäuschung treibt ihn, sich mit dem Beil die Handgelenke zu ritzen. Er überlebt und nimmt die Wildnis als Welt an, der er angehört, nicht als Feind, den man besiegt. Nahrung wird zur ersten Lehre. Er schnitzt Speer und Bogen, fängt Fische und Vögel, legt Vorrat in einer Felsnische und ein Becken mit lebenden Fischen an.

Eine Elchkuh trampelt ihn nieder, Rippen und Schulter. In der Nacht reißt ein Wirbelsturm das Lager weg und hebt das Wrack so, dass der Rumpf aus dem Wasser ragt. Brian erinnert sich an den Überlebenssack des Piloten, hackt sich in die Kabine, holt Lebensmittel, Feuerzeuge, Kocher, Schlafsack, Gewehr und ein Notfunkgerät, das stumm scheint. Er kocht. Ein Wasserflugzeug landet: Das Gerät hat gesendet. Nach vierundfünfzig Tagen ist er draußen. Paulsen hält sich an das Lernen: Fehler, Hunger, der Moment, in dem Selbstmitleid tödlich wäre. Die Scheidung und das Geheimnis bleiben im Kopf, während der Körper andere Sorgen hat; beides gehört zusammen, ohne dass der Roman es ausdeutet.

Einordnung

Paulsen hat die klassische Robinsonade auf einen amerikanischen Jungen der achtziger Jahre gelegt: Flugzeug statt Schiff, Beil statt Flinte, die Wildnis als Lehrerin, nicht als Kulisse. Die Kürze und die Kapitelenden, die weiterziehen, haben widerwillige Leser gehalten. Fortsetzungen – Der Fluss, der alternative Winter in Brians Winter, die Rückkehr – haben das Überleben verlängert; das erste Buch braucht die Rettung, weil es vom Annehmen handelt, nicht vom Eremitentum. Der Film von 1990, Brian – Allein in der Wildnis, hat Bilder gegeben, die schwächer sind als der innere Satz des Textes.

Neben Herr der Fliegen steht Brians Geschichte als Gegenstück: nicht die Gruppe, die zur Bestie wird, sondern der Einzelne, der ohne Publikum Mensch bleibt, indem er isst, feuert und nicht aufgibt. Tschick ist Stadt und Straße; dies ist See und Mücke. Wer Jugendliche nach Mut ohne Pose gefragt hat, hat hinter diesem Beil gefragt. Paulsen starb 2021; Hatchet bleibt das Buch, das man in einer Nacht liest und danach den Wald anders sieht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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