Als ich im Sterben lag
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Als ich im Sterben lag |
| Autor(en): | William Faulkner |
| Originaltitel: | As I Lay Dying |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1930 |
| Schlagwörter: | Sarg, Familie, Mississippi, Stimmen |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 248 Seiten |
| ISBN: | 9783499267574 |
| Verweise | |
Als ich im Sterben lag ist der 1930 erschienene Roman von William Faulkner, im Original As I Lay Dying. Die Familie Bundren fährt den Sarg der Mutter durch das sommerliche Mississippi nach Jefferson, weil sie dort begraben sein wollte. Faulkner hat den Zug in mehr als fünfzig kurzen Kapiteln aus den Mündern der Beteiligten erzählt, ohne eine Stimme zur Instanz zu machen. Der Titel zitiert Agamemnon in der Odyssee, der im Hades von seiner eigenen Ermordung spricht. Das Buch gehört zum Kreis von Yoknapatawpha County, ist aber enger und komischer und grausamer als die großen Chroniken der Sartoris und Compson. Es ist in wenigen Wochen entstanden und gilt als eines der kühnsten Bücher der amerikanischen Moderne.
Inhalt
Addie Bundren liegt im Sterben auf dem Hof. Der Sohn Cash sägt vor dem Fenster den Sarg, gerade und stolz auf die Gehrung. Anse, der Mann, verspricht die Fahrt nach Jefferson und denkt an die Zähne, die er sich dort holen will. Die Kinder sind ungleich: Darl, der zu viel sieht; Jewel, Addies heimlicher Sohn von dem Pfarrer Whitfield, hart und auf dem Pferd zu Hause; Dewey Dell, schwanger, die in der Stadt eine Medizin gegen das Kind sucht; der kleine Vardaman, der die tote Mutter für einen Fisch hält. Nachbarn wie Vernon Tull und Cora kommentieren, fromm und neben der Spur. Addie selbst bekommt ein Kapitel aus dem Grab: Sie hat die Kinder als Verletzung erfahren, die Sprache als Betrug, Jewel als das eine Kind, das zählt.
Der Zug beginnt. Die Brücke ist vom Hochwasser fort. Sie durchqueren den Fluss, der Sarg treibt, Cash bricht sich das Bein, das sie später in Zement gießen. Der Leichnam riecht; die Stadt, durch die sie müssen, weicht zurück. Jewel rettet den Sarg aus dem Wasser und aus einem Brand, den Darl legt, um dem Zug ein Ende zu machen. Die Familie liefert Darl an die Anstalt in Jackson, weil der Brand Versicherung und Scham bedeutet. Dewey Dell wird von einem Gehilfen in der Apotheke betrogen. Anse leiht Spaten, begräbt Addie und kommt mit neuen Zähnen und einer neuen Frau aus dem Haus, der Dewey Dells Geld in der Tasche sitzt.
Faulkner gibt jeder Stimme ihren Rhythmus: Cash zählt und misst, Vardaman setzt Sätze an, die die Welt nicht halten, Darl spricht, als stünde er neben sich, Jewel fast nicht, Anse in Formeln der Selbstgerechtigkeit. Die Fahrt ist Begräbnis, Farce und Prüfung. Nichts wird versöhnt. Addies Wille geschieht, und Anse gewinnt dabei Zähne und Frau. Die Nachbarn sehen Armut und Stolz; die Bundrens sehen einander kaum. Der Sarg, von Cash kunstgerecht gezimmert, bleibt das genaueste Ding im Buch: ein Kasten, der die Mutter hält, während die Familie zerfällt, um ihn durch den Fluss zu bringen.
Einordnung
Faulkner hat den Bewusstseinsstrom der Moderne auf einen Bauernhof gelegt, ohne ihn zu schonen. Gegenüber James Joyce ist die Sprache hier mundartnah, biblisch, komisch; gegenüber dem eigenen Schall und Wahn ist die Fabel klarer: ein Toter, ein Ziel, eine Straße. Zeitgenossen stießen sich an der Roheit; später las man das Buch als Gipfel des südstaatlichen Modernismus. Verfilmungen, darunter James Francos Fassung von 2013, haben den Zug bebildert und die Stimmen oft zu einer gemacht. Das Buch braucht die Brüche.
Der Hof ist Hof, nicht Kulisse: Hitze, Maultiere, der Geruch, die Nachbarn, die helfen und richten. Wer Faulkner nur als Dunkelheit kennt, findet hier auch Witz, den kalten Witz des Mannes, der die Frau begräbt und neu heiratet, bevor der Schmutz trocken ist. Rowohlt hält Maria Carlssons Übersetzung; Diogenes hat Faulkner im deutschen Taschenbuch lange beheimatet. Als ich im Sterben lag bleibt das Buch, in dem eine Familie eine Tote durchs Wasser trägt und dabei zutage tritt, was lebend zwischen ihnen nicht zu sagen war. Addies Kapitel aus dem Totsein ist die Mitte: Die Sprache lügt, der Sarg nicht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
