Arguments within English Marxism

Perry Anderson · 1980 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Arguments within English Marxism
Autor(en): Perry Anderson
Originaltitel: Arguments within English Marxism
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1980
Schlagwörter: Marxismus, Thompson, Struktur, Geschichte
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag: Verso


Umfang dieser Ausgabe: 218 Seiten
ISBN:
Verweise


Arguments within English Marxism ist die 1980 erschienene Abrechnung Perry Andersons mit E. P. Thompson und mit einer britischen Linken, die Erfahrung gegen Struktur setzte. Anderson verteidigt die Theorie – Althusser, die lange Dauer, die Frage nach dem Staat –, ohne Thompson die Entstehung der englischen Arbeiterklasse zu nehmen. Das Buch hat den Streit der New Left in ein Organon gefasst: Was darf der Marxismus in England sein, ohne Provinz oder Import zu werden.

Inhalt

Anderson geht von Thompsons Offenem Brief an die britischen Linksintellektuellen aus und dreht die Vorwürfe um. Humanismus gegen Theorie, Erfahrung gegen System, das englische Besondere gegen den Kontinent: Thompson habe aus einer Tugend eine Abwehr gemacht, die den Staat, die Ökonomie, die internationale Lage nicht trägt. Dagegen setzt Anderson eine Geschichtsschreibung, die Strukturen ernst nimmt, ohne die Leute zu streichen, die Thompson hörbar gemacht hat. Der Ton ist scharf, gerecht in den Fußnoten, unversöhnlich in der Pointe. Es geht um das Erbe der New Left Review, nicht um eine Seminarübung.

Gegen Oakeshott, der Rationalismus als Krankheit der Politik las, steht Anderson auf der Seite einer Vernunft, die Gesellschaft analysiert. Gegen Berlin, der Werte pluralisch streut, steht eine Frage nach Herrschaft, die sich nicht in Unvereinbarkeiten auflöst. Hayek kommt als Gegner der Linken vor, nicht als Gesprächspartner. Das Buch ist ein Streit unter Marxisten, und gerade darum ein Dokument der britischen Theorie: Die Insel denkt Politik, indem sie über sich selbst streitet. Wer nur Thompson liebt, findet Anderson kalt. Wer nur Althusser liebt, findet Anderson zu britisch, weil er Thompson nicht streicht.

Die späteren Arbeiten Andersons – über den Absolutismus, über die europäische Linke, über die amerikanische Ideologie – haben den Maßstab gehalten, den dieses schmale Buch setzt: Vergleich, Härte, die Weigerung, das Nationale für das Wahre zu halten. 1980 ist das Jahr nach Thatcher; der Streit um den englischen Marxismus ist auch ein Streit um die Niederlage. Anderson schreibt sie nicht als Verrat, er schreibt sie als Theoriedefizit. Das ist ungerecht gegen Thompson und scharf gegen eine Linke, die Erfahrung für Analyse ausgab.

Einordnung

Anderson hat der britischen politischen Theorie den marxistischen Streit als Buch hinterlassen, ohne das die Insel nach 1968 nur Thompson und die Liberalen hätte. Neben der Entstehung der englischen Arbeiterklasse, neben Oakeshott und MacIntyre steht dieser Band als die Behauptung, dass England Theorie braucht, nicht nur Moralökonomie. Die Wirkung liegt in der New Left Review und in jeder Debatte über Struktur und Erfahrung. Wer nach 1980 englischen Marxismus sagt und nur Kapellen meint, hat Anderson nicht gelesen. Der Streit ist das Erbe; die Versöhnung war nicht das Ziel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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