Aspekte der Syntaxtheorie
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Aspekte der Syntaxtheorie |
| Autor(en): | Noam Chomsky |
| Originaltitel: | Aspects of the Theory of Syntax |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1965 |
| Schlagwörter: | Kompetenz, Tiefenstruktur, Universalgrammatik, Satz |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Sprachwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | suhrkamp taschenbuch wissenschaft |
| Umfang dieser Ausgabe: | 314 Seiten |
| ISBN: | 9783518276723 |
| Verweise | |
Aspekte der Syntaxtheorie (englisch Aspects of the Theory of Syntax) ist das 1965 erschienene Buch von Noam Chomsky, in dem die generative Grammatik das Standardmodell der sechziger Jahre erhält: Kompetenz gegen Performanz, Tiefen- und Oberflächenstruktur, die angeborene Ausstattung, die den Erwerb erklärt. Die Syntaktische Strukturen von 1957 waren die Wende; die Aspekte sind die Theorie.
Inhalt
Chomsky trennt, was der Sprecher weiß, von dem, was er in der Rede tatsächlich tut. Kompetenz ist das System der Regeln, das unendlich viele Sätze erzeugt und Abweichungen erkennt; Performanz ist die begrenzte, fehlerhafte Ausführung. Die Tiefenstruktur trägt die grammatischen Verhältnisse; Transformationen führen zur Oberfläche, die wir hören. Universalgrammatik ist das, was das Kind nicht lernen muss, weil die Daten es nicht liefern: die Form möglicher Grammatiken. Der Behaviorismus, den die Besprechung von Skinners Verbales Verhalten schon getroffen hatte, hat hier keinen Rest. Sprache ist Vermögen des Geistes, nicht Gewohnheit der Verstärkung.
Das Buch ist technisch und programmatisch. Beispiele aus dem Englischen, die Formalisierung, die noch wechselt, die philosophische Spitze gegen die Tabula rasa. Wer nur 1957 sucht, hat die Wende ohne das Modell, das Seminare füllte. Wer nur die spätere Minimalismus-Lehre sucht, unterschlägt die Aspekte, in denen Tiefenstruktur noch ein zentraler Name war. Chomsky hat das Modell selbst umgebaut; das Buch bleibt die Stelle, an der Kompetenz, Universalität und Transformation öffentlich zusammenstanden.
Unsicher bleibt, wie psychologisch die Tiefenstruktur war und wie universell die aus dem Englischen gezogenen Schlüsse. Die Korpuslinguistik und der Erwerb in vielen Sprachen haben Daten nachgetragen, die das Modell nicht alle trug. Der Ton ist der eines Manifests im Gewand des Lehrbuchs: kühl, anspruchsvoll, ohne den politischen Chomsky, der denselben Namen trägt. Syntax und Vietnam sind bei ihm zwei Härten; hier steht nur die erste. Die Kognitionswissenschaft hat das Buch zum Kronzeugen genommen, oft indem sie die Formalismen vereinfachte.
Einordnung
Die Aspekte haben der generativen Grammatik das Standardmodell gegeben, gegen das und mit dem die Sprachwissenschaft zwei Jahrzehnte arbeitete. Die Strukturen von 1957 bleiben die Eröffnung; Wygotski und Piaget denken Erwerb anders, ohne diese Kompetenz. Wer nach 1965 von angeborener Grammatik spricht, spricht in diesem Buch – auch dort, wo Chomsky die Tiefenstruktur später strich.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
