Atsumori
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Atsumori |
| Autor(en): | Zeami |
| Originaltitel: | 敦盛 |
| Originalsprache: | japanisch |
| Erstveröffentlichung: | 1400 |
| Schlagwörter: | Nō, Heike, Flöte, Totenklage |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Insel
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| Umfang dieser Ausgabe: | 64 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Atsumori ist das Nō-Stück, das Zeami Motokiyo zugeschrieben wird, um 1400, nach einer Episode des Heike-Monogatari. Der Mönch Renshō, einst der Krieger Kumagai, der den jungen Taira no Atsumori erschlug, kehrt an den Ort der Schlacht von Ichi-no-Tani; der Geist des Getöteten erscheint als Grasmäher mit Flöte und tanzt die eigene Totenklage. Das Stück ist kurz, strengen Rollen, Musik und Maske. Deutsche Übertragungen finden sich in Insel- und Reclam-Ausgaben des Nō. Zeami hat die Lehre vom Blühen der Schauspielkunst geschrieben; Atsumori ist die Probe auf die Klage des Feindes.
Inhalt
Renshō, der die Welt verlassen hat, weil er einen Knaben tötete, der Flöte spielte und vom Adel war, begegnet am Strand einem Mäher. Der Mäher kennt das Lied, das Atsumori blies, bevor er starb. Im zweiten Teil, nach dem Wechsel der Maske, ist der Geist da: gerüstet, jung, nicht versöhnt und doch bereit, das Gebet des Mönchs zu hören. Der Tanz erzählt die Schlacht: das Pferd, das Meer, Kumagais Zögern, der Befehl, keine jungen Herren zu schonen, der Schnitt.
Nō erzählt nicht als Handlungsdrama. Es verdichtet. Der Chor trägt, was die Figur nicht sagen mag. Die Flöte, im Leben Atsumoris das Zeichen der Höfischkeit, wird im Tod das Band zwischen Töter und Getötetem. Renshō will lösen; Atsumori will erscheinen. Die buddhistische Wendung – Feinde im nächsten Leben als Freunde – steht am Schluss, ohne die Tötung ungeschehen zu machen.
Wer ein Schlachtenspektakel erwartet, findet Stehen, Gehen, den Fächer. Die Gewalt ist schon vorbei; das Stück ist die Erinnerung, die nicht aufhört. Zeami hat den Stoff aus der Heike-Chronik genommen und ihn zur Begegnung gemacht, in der der Sieger bittet und der Tote tanzt. Das Pferd des Titels in anderen Kriegerstücken fehlt hier; hier trägt die Flöte.
Einordnung
Unter den Krieger-Nō ist Atsumori das Stück der Reue, nicht des Triumphes. Neben dem Heike-Monogatari als Epos steht es als die eine Szene, die das Epos nicht stillstellt. Wer nach Zeami über Totenklage, Maske und den Taira-Stoff spricht, spricht hinter diesem Tanz. Die Zuschreibung an Zeami ist Tradition; die Form ist die seiner Schule. Im Westen haben Pound und Benjamin Britten den Stoff anders gewendet; das Nō bleibt knapper.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.