Black Out

Andreas Eschbach · 2010 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Black Out
Autor(en): Andreas Eschbach
Originaltitel: Black Out
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 2010
Schlagwörter: Netz, Chip, Bewusstsein, Flucht
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Arena


Umfang dieser Ausgabe: 464 Seiten
ISBN: 9783401508672
Verweise


Black Out ist ein 2010 bei Arena erschienener Roman von Andreas Eschbach, der erste Band einer Trilogie, die 2011 mit Hide Out und 2012 mit Time Out fortgesetzt wurde. Ein siebzehnjähriger Junge, der als Kind ein Schadprogramm ins Netz einer Bank geschleust hat, flieht vor einer Technik, die Gedanken verbindet und das Ich auflöst. Eschbach hat den Jugendroman mit der Frage verbunden, ob ununterbrochene Verbindung Frieden stiftet oder eine größere Einsamkeit erzeugt, indem sie das Alleinsein abschafft. Der englische Titel meint den Stromausfall, mit dem der Junge das Netz lahmlegt, und die Verdunkelung des eigenen Kopfs. Das Buch spielt in einer nahen Gegenwart der Vereinigten Staaten, in der Hirnschnittstellen keine Phantasie mehr sind.

Inhalt

Christopher Kidd, genannt Computer-Kidd, infiziert als Dreizehnjähriger vom Arbeitsrechner der Mutter das System ihrer Bank, um die Großeltern vor dem Verlust des Hauses zu bewahren. Die Mutter fliegt auf, die Familie verlässt Frankfurt und zieht nach England, wo der Vater James Kidd bei einem Chirurgen an Prothesen arbeitet, die sich über eine Schnittstelle im Gehirn steuern lassen. Ein Kollege, Linus Meany, setzt sich den ersten Chip selbst ein, gewinnt mit dem direkten Netzzugang in einer Fernsehshow Geld und gründet eine Firma, die möglichst viele Menschen vernetzt. Die so Verbundenen bilden die Kohärenz: ein gemeinsames Bewusstsein, in dem die einzelne Person aufgeht. Christophers Eltern werden zu Aufsteigern dieser Ordnung und zwingen den Sohn, sich ebenfalls den Chip setzen zu lassen.

James gibt dem Jungen heimlich einen defekten Baustein, den Christopher abschalten kann. Er flieht und sucht den Aussteiger Jeremiah Jones, der der Technik abgeschworen hat, nachdem er ihre Gefahr erkannt hat; die Öffentlichkeit hält ihn für einen Gewalttäter. Mit Jones’ Tochter Serenity und deren Bruder Kyle findet Christopher die Kolonie in der Wüste Nevadas. Mehr als hunderttausend Menschen, darunter Stellen in Militär und Geheimdienst, sind bereits vernetzt. Jones, Christopher und einige Aussteiger wollen eine Fabrik im kalifornischen Tal der Chipfirmen zerstören, in der die Chips hergestellt werden. Die Halle ist leer. Christopher wird von Aufsteigern und vom eigenen Vater gefasst; sie wollen den defekten Chip durch einen intakten ersetzen.

Mit der implantierten Schnittstelle legt Christopher das nationale Stromnetz lahm. Der Schlag gelingt technisch und scheitert als Rettung. Im letzten Augenblick überwältigt Jones’ Gruppe die Aufsteiger und bringt James mit. Der Professor, der einst die Forschungsgruppe geleitet hat und nun unter den Aussteigern lebt, versucht, den Chip aus James zu operieren. Christopher gesteht Jones, dass er vor allem den Vater retten wollte, und sagt, dies könne erst der Auftakt eines größeren Kriegs gewesen sein. Die Trilogie nimmt den Faden auf; der erste Band endet nicht mit einem Sieg, sondern mit einer offenen Rechnung.

Einordnung

Eschbach hat den Ton seiner Erwachsenenromane – technische Plausibilität, lange Erklärungen, ein Held, der Systeme durchschaut – in ein Buch für Jugendliche übersetzt, ohne die Frage zu verkleinern. Die Kohärenz ist keine böse Maschine von außen, sie ist das Versprechen, nie mehr allein zu sein, und genau dieses Versprechen frisst die Person. Jeremiah Jones erinnert an ältere Aussteigerfiguren, vom Walden-Hof bis zum Technikfeind, dem man Gewalt andichtet, damit man ihn nicht hören muss. Christopher bleibt zwiespältig: Er hat das Netz schon einmal angegriffen, um die Familie zu retten, und tut es wieder, diesmal gegen die Familie, die im Netz aufgegangen ist. Die Großeltern – der Prothesenmacher, die erblindete Malerin – geben dem Buch ein menschliches Maß, das die Chip-Debatte sonst leicht verlöre.

Die Fortsetzungen haben den ersten Band zum Auftakt einer Reihe gemacht; wer nur Black Out liest, hält ein fertiges Bild in der Hand und merkt, dass der Krieg fehlt. Eschbach stützt sich auf Forschungen zu Hirnschnittstellen, die damals schon Labortiere verbanden und Gelähmten Prothesen fühlbar machten. Das Buch ist kein Lehrstück gegen Computer, es ist die Probe auf die Behauptung, Verbindung sei dasselbe wie Gemeinschaft. Arena hat den Band als Jugendbuch ausgestattet; die Taschenbuchausgabe hält den Umfang der gebundenen Erstausgabe. Neben Eschbachs großen Technikromanen bleibt hier die Stimme eines Siebzehnjährigen, der das Netz kennt, weil er es gebaut und gebrochen hat.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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