Catharina von Georgien
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Catharina von Georgien |
| Autor(en): | Andreas Gryphius |
| Originaltitel: | Catharina von Georgien. Oder Bewehrete Beständigkeit |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1657 |
| Schlagwörter: | Märtyrerin, Beständigkeit, Persien, Barock |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 160 Seiten |
| ISBN: | 9783150078327 |
| Verweise | |
Catharina von Georgien. Oder Bewehrete Beständigkeit ist das Trauerspiel von Andreas Gryphius, 1657 gedruckt, im Dreißigjährigen Krieg wurzelnd, in Georgien und Persien spielend. Die Königin Catharina hält dem Schah Abas den Glauben entgegen und den Körper, den er will. Märtyrerdrama des schlesischen Barock: Beständigkeit als politische und geistliche Probe.
Inhalt
Catharina, gefangene Königin, soll dem persischen Herrscher nachgeben – als Frau, als Christin, als Unterlegene. Abas schwankt zwischen Begehren, Staatsraison und Wut. Die Höflinge, die Boten, die Zeit, die im barocken Trauerspiel als Uhr der Eitelkeit tickt: Gryphius baut fünf Akte der standhaften Seele. Catharina stirbt nicht aus Schwäche. Sie stirbt, weil Nachgeben Abfall wäre, vom Glauben und von der Würde des Amts.
Die Sprache ist Alexandriner, Pathos, Antithese. Vanitas umgibt die Krone: heut Königin, morgen Asche. Gryphius gibt dem Tyrannen Größe genug, damit die Beständigkeit nicht billig wird. Der Schauplatz ist fern und meint den Konfessionskrieg zu Hause. Märtyrerin, nicht Heilige zum Anbeten: eine Herrscherin, die den Staat im Tod noch bezeugt. Die Bühne des siebzehnten Jahrhunderts wollte das sehen; die moderne hat es selten gewagt.
Nebenhandlungen und Botenberichte dehnen die Qual, ohne sie zu naturalisieren. Blut und Geist stehen im selben Vers. Wer nur die Sonette des Gryphius auf die vergängliche Schönheit kennt, trifft hier das Drama, in dem Vergänglichkeit Politik ist. Die Königin bleibt, der Schah verliert, was er nehmen wollte. Beständigkeit ist der Titel und die einzige Waffe, die das Stück der Ohnmacht lässt.
Einordnung
Gryphius hat das deutsche barocke Trauerspiel auf den Gipfel der Märtyrerin geführt. Gegen Opitz’ Regel und neben Vondel steht diese Catharina als der Fall, in dem Konfession, Geschlecht und Herrschaft denselben Körper verlangen. Die Nachwelt hat Gryphius schulisch als Vanitas-Lyriker geführt und die Dramen im Schrank gelassen. Reclam hält den Text. Wer deutsches Barocktheater ohne diese Königin denkt, hat die Bühne verfehlt, auf der Beständigkeit nicht Gefühl ist, sondern Staatsakt. Nach Catharina von Georgien ist das Trauerspiel auch dieses: eine Frau, die nicht nachgibt, während die Welt in Krieg und Eitelkeit zerfällt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
