Das Leben Jesu
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Das Leben Jesu |
| Autor(en): | David Friedrich Strauß |
| Originaltitel: | Das Leben Jesu, kritisch betrachtet |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1835 |
| Schlagwörter: | Mythos, Evangelium, Kritik, Jesus |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Theologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 1480 Seiten |
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| Verweise | |
Das Leben Jesu, kritisch betrachtet ist das 1835 in Tübingen erschienene Werk von David Friedrich Strauß. Die Evangelien werden als mythische Dichtung der Gemeinde gelesen, nicht als Biographie; der historische Jesus bleibt dünn, der Christus der Kirche ein Ausdruck des Geistes. Das Buch kostete Strauß die Laufbahn.
Inhalt
Strauß geht Abschnitt um Abschnitt durch die Evangelien und fragt, was als Geschichte halten kann. Wunder, Jungfrauengeburt, Auferstehung, die Dämonen, die Speisungen: Wo die Naturgesetze und die Widersprüche der Berichte gegen die Tatsache stehen, setzt er den Mythos – nicht als Lüge, als unbewusste Dichtung der Gemeinde, die den Messias in Geschichten ausspricht, die sie braucht. Hegel liefert die Erlaubnis: Der Geist erscheint in Formen, die nicht Protokoll sind. Der historische Kern schrumpft auf einen Lehrer, dessen Leben die Gemeinde zum Heilsdrama gemacht hat. Die zwei Bände sind gelehrt, vollständig, ohne den Ton des Spottes, der den Skandal trotzdem auslöste.
Die Alternative, die Strauß ablehnt, ist die rationale Auslegung, die Wunder zu Missverständnissen macht, und die übernatürliche, die sie als Eingriff hält. Der Mythos ist die dritte: weder Betrug noch Wunder, sondern Produktion. Die Leben-Jesu-Forschung des Jahrhunderts – Renan, die Liberale Schule, später Schweitzer – kommt aus diesem Angriff, auch wo sie den historischen Jesus wieder füllen will. Wer nur den Zerstörer sucht, findet die Leere, die bleibt. Wer den Hegelianer liest, findet die Methode, die die Leere erklärt, ohne sie zur Blasphemie zu machen, die die Gegner hörten.
Unsicher bleibt, ob der Mythos die Gemeinde entlastet oder den Glauben entzieht. Strauß wollte beides: Wissenschaftlichkeit und eine Religion des Geistes, die ohne Wunder auskommt. Die Kirche hörte nur den Entzug. Der späte Strauß wurde weicher und kulturkämpferischer; das erste Buch bleibt das schärfere. Nietzsche hat den Bildungsphilister gemeint, nicht 1835. Wer nur den Skandal der Entlassung sucht, unterschlägt die zwei Bände, die niemand widerlegen konnte, indem er sie verbot. Wer nur die moderne Jesusforschung meint, unterschlägt, dass sie mit einer Entleerung begann.
Einordnung
Das Leben Jesu hat der Theologie das neunzehnte Jahrhundert als Streit um Geschichte und Mythos gegeben. Søren Kierkegaard antwortet mit dem Einzelnen und dem Ärgernis; die Leben-Jesu-Schule mit mehr Archiv. Wer nach 1835 die Evangelien als Biographie liest, als wäre 1835 nicht gewesen, hat Strauß nicht gelesen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.