Das Sein und das Ereignis
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Das Sein und das Ereignis |
| Autor(en): | Alain Badiou |
| Originaltitel: | L'être et l'événement |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1988 |
| Schlagwörter: | Menge, Ereignis, Treue, Wahrheit |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | diaphanes
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| Umfang dieser Ausgabe: | 561 Seiten |
| ISBN: | 9783935300322 |
| Verweise | |
Das Sein und das Ereignis (französisch L'être et l'événement) ist das 1988 erschienene Systembuch von Alain Badiou. Es übergibt die Ontologie der Mathematik und bestimmt das Subjekt als Treue zu einem Ereignis, das in der Lage des Seins nicht vorgesehen war.
Inhalt
Badiou setzt die Behauptung an den Anfang: Die Mathematik ist die Ontologie. Was vom Sein als Sein gesagt werden kann, sagt die Mengenlehre, nicht die Dichtung und nicht die Fundamentalontologie. Das Seiende ist Vielfalt ohne Eines hinter den Mengen; das Leere ist der Eigenname des Seins. Heidegger wird damit nicht widerlegt, er wird umgestellt: Die Seinsfrage ist lösbar, wo sie formalisierbar ist. Das Ereignis ist das, was diese Ordnung unterbricht. Es gehört nicht zur Situation als Element; es zwingt eine Benennung, die die Lage von innen sprengt. Vier Wahrheitsprozeduren kennt Badiou: Wissenschaft, Kunst, Politik, Liebe. Nur dort geschieht Wahrheit, selten, gegen den Konsens der Meinungen.
Das Subjekt ist nicht Substanz und nicht das leere Cogito als Ding. Es ist der endliche Träger einer unendlichen Treue: der Wissenschaftler, der einer Entdeckung nachgeht, der Liebende, der einer Begegnung die Form einer Dauer gibt, die politische Militanz, die einem Bruch die Organisation hält. Wahrheit ist nicht Übereinstimmung und nicht Konsens; sie ist das Generische, das eine Lage um ihre eigene Unentscheidbarkeit erweitert. Badiou schreibt gegen die Rede vom Ende der großen Erzählungen und gegen den Vorrang der Differenz, der ihm als Verbot der Wahrheit erscheint. Die Formeln sind ernst gemeint, nicht Schmuck. Wer sie streicht, behält Aphorismen.
Unsicher bleibt, ob die Mengenlehre trägt oder eine Metapher mit Beweisgestus ist, und ob das Ereignis eine Romantik des Bruchs bleibt, die jede Institution als Verrat liest. Die Kritik hat beides genommen. Wer das Buch nur als Maoismus mit Formeln liest, unterschlägt die Ontologie. Wer nur die Ontologie nimmt, unterschlägt, dass ohne 1968 das Ereignis bei Badiou nicht diese Härte hätte. Der Ton mischt Seminar, Manifest und Lehrbuch der Mengen. Hegel und Heidegger sind die Gegner, denen er am nächsten bleibt; Lacan liefert das Subjekt als Mangel, das Badiou in Treue umschreibt.
Einordnung
Gegen Sein und Zeit und gegen die französische Theorie der Differenz steht dieser Band als der Versuch, Wahrheit und Subjekt wieder einzusetzen, ohne zur alten Metaphysik des Einen zurückzukehren. Žižeks Die Tücke des Subjekts nimmt den Faden auf und knüpft ihn an Hegel und Lacan dichter, als Badiou es will. Wer nach 1988 über Ereignis spricht, als wäre es ein Erlebnis, hat diese Ontologie nicht geprüft.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
