Das wüste Land
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das wüste Land |
| Autor(en): | T. S. Eliot |
| Originaltitel: | The Waste Land |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1922 |
| Schlagwörter: | Fragment, Dürre, Zitat, Moderne |
| Sachgebiete: | Versepos |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 96 Seiten |
| ISBN: | 9783518010037 |
| Verweise | |
Das wüste Land ist das Langgedicht von T. S. Eliot, 1922 in der Criterion und als Buch erschienen. Fünf Teile, Bruchstücke, Stimmen, Anmerkungen, die selbst ein Spiel sind: April als grausamster Monat, die Totenbäume, die Themse, der Fischerkönig, das Donnerwort. Ernst Robert Curtius hat den Titel Das wüste Land ins Deutsche gehoben; spätere Übertragungen sagen Das öde Land. Der Seitentitel folgt Curtius. Eliot hat in Anmerkungen zur Definition von Kultur später die Politik dieser Lyrik geschrieben.
Inhalt
The Burial of the Dead: Erinnerung und Begehren mischen sich, eine Wahrsagerin legt Karten, ein Toter treibt im Garten. Der Sprecher ist keiner; Stimmen lösen einander ab, ohne dass eine Instanz erklärt, wer spricht. A Game of Chess setzt eine Frau vor den Spiegel, Nerven, das Warten, das Gespräch im Pub über Abtreibung und den Soldaten, der heimkehrt. Die Dürre ist nicht nur Landschaft, sie ist Ehe, Stadt, Krieg, der noch in den Möbeln sitzt.
The Fire Sermon führt an die Themse, zu Nymphen, die Abfälle sind, zu Tiresias, der Mann und Frau gewesen ist und den Akt sieht, der keiner mehr ist. Augustinus und Buddha werden gegen das Feuer zitiert, das Begehren und Zerstörung ist. Death by Water ist knapp: Phlebas der Phönizier dreht im Strom. What the Thunder Said steigt in Felsen, zur Kapelle, zum Regen, der vielleicht kommt. Das Sanskrit der Upanischaden – Datta, Dayadhvam, Damyata – und das Shantih am Schluss sind kein Trostpflaster; sie sind fremde Worte in einem englischen Trümmerfeld.
Ezra Pound hat gestrichen, bis die Fragmente standen. Eliot setzte Anmerkungen dazu, die Quellen nennen und den Leser in die Bibliothek schicken, als wäre Gelehrsamkeit eine Rettung – oder deren Parodie. Wer eine Fabel sucht, findet den Fischerkönig und die unfruchtbare Stadt. Wer nur die Fabel sucht, unterschlägt den Pub. Das wüste Land ist Europa nach dem Krieg, und es ist eine Ehe, und es ist die Literatur selbst, die nur noch zitieren kann.
Einordnung
Eliot hat die Moderne als Montage aus Trümmern geschrieben. Gegen Whitmans offenen Gesang stehen hier die Scherben; gegen Joyces Ulysses deselben Jahres die kürzere Form derselben Diagnose. Der Vers ist oft Blankvers, oft Jazz, oft Zitat. Die Anmerkungen haben das Gedicht zum Seminarstoff gemacht; sie gehören dazu, ohne es zu erklären.
Man hat es zur Gesellschaftskritik und zum privaten Grant erklärt – Eliot selbst hat beides bedient. Wer nur die Kulturklage sucht, unterschlägt die Frau im Pub. Wer nur die Fragmente als Stil sucht, unterschlägt den Donner. Suhrkamp hat Curtius und spätere Stimmen nebeneinander gehalten. Nach diesem Buch ist das lange Gedicht des Jahrhunderts nicht mehr unschuldig; es weiß, dass es aus Toten zusammengesetzt ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
