De motu cordis
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | De motu cordis |
| Autor(en): | William Harvey |
| Originaltitel: | Exercitatio anatomica de motu cordis et sanguinis in animalibus |
| Originalsprache: | lateinisch |
| Erstveröffentlichung: | 1628 |
| Schlagwörter: | Kreislauf, Herz, Blut, Experiment |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Naturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 72 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
De motu cordis – vollständig Exercitatio anatomica de motu cordis et sanguinis in animalibus – ist die 1628 in Frankfurt erschienene Schrift von William Harvey über die Bewegung des Herzens und des Blutes. Das schmale Buch rechnet den Kreislauf, den Andreas Vesalius' De humani corporis fabrica noch nicht hatte.
Inhalt
Harvey wägt Mengen. Das Herz wirft bei jedem Schlag eine Menge Blut aus, die in einer halben Stunde die Nahrung nicht ersetzen kann, die der Körper aufnimmt. Also versickert das Blut nicht in den Geweben, um neu gebildet zu werden. Es kehrt zurück. Die Venenklappen, die Fabricius in Padua gezeigt hatte, lassen nur eine Richtung zu; die Arterien die andere. Das Herz ist Pumpe, nicht Ofen, der das Blut kocht. Die Kapitel sind kurz, das Experiment am Lebenden – Ligatur, die Schwellung unterhalb der Binde, die Richtung, in der man das Blut ausstreichen kann – ist das Argument, das Galen nicht überlebt.
Die Kapillaren sieht Harvey nicht. Er fordert die Verbindung, die Malpighi später im Mikroskop fand. Der Ton ist der eines Hofarztes, der Latein schreibt und rechnet: polemisch gegen die Lehre von den Poren der Scheidewand, höflich gegen die Lehrer, hart gegen die Menge, die nicht stimmt. Das Blut der Tiere, nicht nur des Menschen: Die Physiologie wird vergleichend. Wer nur den Kreislauf als Tatsache sucht, unterschlägt die Rechnung. Wer nur den Fortschritt meint, unterschlägt, dass hier dasselbe Organ, das Vesalius gezeichnet hatte, eine Funktion bekam, die die Zeichnung nicht zeigte.
Unsicher blieb die Aufnahme. Paris widersprach, London gewöhnte sich, die Kirche hatte weniger einzuwenden als gegen Galilei, weil kein Weltbild kippte, nur ein Organ. Der Kreislauf ist keine Kosmologie. Er ist eine Buchhaltung der Lebenssäfte, die die Buchhaltung gewinnt. Die spätere Physiologie hat aus dem schmalen Traktat eine Wissenschaft gemacht; der Traktat bleibt die Stelle, an der das Herz aufhörte, ein Herd zu sein.
Einordnung
De motu cordis hat der Physiologie das Experiment am Lebenden und die Quantität gegeben. Die Fabrica hatte den Raum geöffnet; Harvey füllt ihn mit einer Bewegung, die man zählen kann. Lavoisier wird später die Luft wägen, die die Verbrennung braucht; Harvey wägt das Blut, das das Herz bewegt. Wer nach 1628 vom Kreislauf spricht, spricht in diesem Buch – auch dort, wo das Mikroskop die Brücke zeigte, die er nur forderte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.