Der Duft von Schokolade
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Duft von Schokolade |
| Autor(en): | Ewald Arenz |
| Originaltitel: | Der Duft von Schokolade |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2007 |
| Schlagwörter: | Wien, Schokolade, Liebe, Jahrhundertwende |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 272 Seiten |
| ISBN: | 9783423138086 |
| Verweise | |
Der Duft von Schokolade ist der 2007 bei ars vivendi erschienene historische Roman von Ewald Arenz, als Taschenbuch bei dtv. Wien 1881: Ein junger Leutnant quittiert den Dienst, soll im Herbst in die Schokoladenfabrik des Onkels eintreten und verliebt sich in eine Frau, deren Mann spurlos fehlt. Arenz, aus Nürnberg, hat den Anstoß später sowohl auf einen Fabrikbesuch in Cadolzburg als auch auf den Wunsch einer Lektorin nach etwas Sinnlichem zurückgeführt. Das Buch wurde sein Durchbruch vor den späteren Erfolgsromanen. Es ist leichter, als der Titel nach Zucker schmeckt, und genauer in der Gesellschaft der k. u. k. Stadt, als eine bloße Konditorgeschichte wäre.
Inhalt
August Liebeskind hat den Rock der Armee ausgezogen und einen Sommer vor sich, bevor der Onkel, ein Fabrikant, ihn in die Lehre der Masse, der Formen und der Bücher nimmt. Wien duftet nach Kaffee, Pferden und der neuen Schokolade, die aus einer Genussware der Reichen ein städtisches Geschäft macht. August trifft Elena Palffy, kühl, selbstbewusst, auf dem Hochrad, vormittags mit Kaffee und Cognac, in dem Ruf, den verschwundenen Ehemann beseitigt zu haben. Er wirbt nicht mit Blumen, sondern mit Pralinen, die er wie Sätze komponiert: Himbeere auf Grasbett, Eicheln, Zuckermandel, Salbei, Marille. Elena bleibt unnahbar und lässt sich doch in eine Liebschaft ziehen, in der er mehr liebt als sie. Arenz gibt ihr die Freiheit einer Frau, die in dieser Gesellschaft keinen Platz hat und das Spiel um Macht trotzdem spielt.
Der Onkel, die Fabrik, Gesellen und Rivalen ziehen August in die Arbeit, während Gerüchte um Palffys Mann die Stadt und die Polizei beschäftigen. Elena gehört einer Welt an, in der Frauenrechte mit Gewalt erstritten werden, nicht nur mit Tee; Arenz hat die Radikalität der Zeit bewusst gegen die Süße gesetzt. August will sie mit Düften binden, als ließe sich eine Person wie eine Rezeptur festlegen. Sie entzieht sich, kommt zurück, bleibt undurchsichtig. Zwischen Ball, Werkstatt und Prater entsteht das Bild eines Sommers, der nicht halten wird, weil die Stadt und die Frau keine Dauer versprechen, die der Leutnant verstünde.
Nach einem Brand in der Wiener Oper – die historische Katastrophe von 1881 – ist Elena verschwunden. August bleibt mit der Fabrik, dem Onkel und dem Verdacht zurück, das Wesentliche nicht begriffen zu haben. Der Roman löst die kriminalistische Frage um den Ehemann, ohne daraus ein Gerichtsdrama zu machen; schwerer wiegt, dass die Geliebte nicht zu halten war und die Schokolade, mit der er warb, ein Handwerk ist, kein Zauber. Arenz schließt nicht mit einer Vereinigung der Paare, sondern mit dem Mann, der riechen kann, was er nicht besitzen konnte. Wien bleibt prächtig und gleichgültig. Der Duft bleibt in der Nase, die Frau nicht in der Wohnung.
Einordnung
Arenz hat einen Unterhaltungsroman der Sinne geschrieben, der die Jahrhundertwende nicht als Folklore ausstellt. Die Suffragetten, die Fabrik, der Opernbrand binden die Liebschaft an eine Stadt, die kippt. Kritik hat das Buch als intelligenter gelesen, als der Titel erlaubt: Orientierungslosigkeit, Macht zwischen zwei Liebenden, eine Frau ohne Ort. Es steht nicht neben den großen Wiener Gesellschaftsromanen Schnitzlers, sondern neben der neueren historischen Unterhaltung, die Handwerk und Begehren verschränkt.
Wer nach 2007 über Schokolade als Sprache der Werbung um eine Unerreichbare spricht, spricht hinter August Liebeskind. dtv hat den Band in der Taschenbuchreihe gehalten; ars vivendi bleibt der Erstverlag. Arenz ist später mit Schul- und Familienromanen bekannter geworden. Dieses frühe Wien-Buch zeigt schon das Verfahren: Sinnlichkeit als Genauigkeit, nicht als Soße. Elena fährt weiter Hochrad, auch wo der Roman sie nicht mehr zeigt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
