Der Faschismus in seiner Epoche

Ernst Nolte · 1963 · Sachbuch, Geschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Der Faschismus in seiner Epoche
Autor(en): Ernst Nolte


Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1963
Schlagwörter: Faschismus, Nationalsozialismus, Action française, Historikerstreit
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Piper


Umfang dieser Ausgabe: 633 Seiten
ISBN: 9783492203654
Verweise


Der Faschismus in seiner Epoche. Action française – italienischer Faschismus – Nationalsozialismus ist die 1963 bei Piper erschienene Habilitationsschrift von Ernst Nolte. Sie denkt drei Bewegungen als eine Epoche und hat, lange vor 1986, den Vergleich geliefert, an dem der Historikerstreit sich entzündete.

Inhalt

Nolte behandelt nacheinander die französische Action française, Mussolinis Faschismus und den Nationalsozialismus. Der Faschismus erscheint als Antwort auf die Moderne, als Transzendenzfeindschaft, als Praxis, die Lehre wird. 1919 ist das Schlüsseljahr; der europäische Horizont ist der Bürgerkrieg, in dem Antibolschewismus und Antisemitismus sich verschränken können. Hitler wird nicht isoliert, er wird in die Kette gestellt.

Das Buch ist quellenreich, vergleichend, kalt im Ton der Zunft. Es will den Nationalsozialismus verstehen, ohne ihn zur bloßen deutschen Sonderkrankheit zu machen. Genau darin liegt, was später politisch wurde: verstehen kann historisieren, Historisieren kann relativieren. 1963 war das zuerst Methode.

Die Lehre, die Nolte den Bewegungen zuschreibt, ist weniger ein Programm als ein Habitus: Angst, Souveränität, der Feind, der nicht nur Gegner ist. Das macht das Buch scharf und gefährlich, weil Habitus sich leichter verschieben lässt als Taten.

Einordnung

Ohne diesen Band ist der Historikerstreit von 1986 ein Zeitungszank. Mit ihm ist er die verspätete Öffentlichkeit eines Vergleichs, den die Zunft schon kannte. Habermas hat 1986 die Singularität gegen eine Kette verteidigt, in der Auschwitz als Antwort erscheinen konnte. In Die großen Historikerstreite steht Nolte deshalb nicht als Skandal allein, sondern als das Buch, das den Streit möglich machte. Wer nur 1986 kennt, hat 1963 nicht gelesen; wer nur 1963 kennt, unterschlägt, wozu der Verfasser die Historisierung später gebrauchte.

Ideen

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Faschismus (wichtig)

Essays

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Die einflussreichsten Werke der Geschichtswissenschaft: Deutschland (Essay) · Die großen Historikerstreite: die Bücher dahinter (Essay)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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