Der Hobo
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Hobo |
| Autor(en): | Nels Anderson |
| Originaltitel: | The Hobo. The Sociology of the Homeless Man |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1923 |
| Schlagwörter: | Obdachlosigkeit, Wanderung, Arbeit, Stadt |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Brill
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| Umfang dieser Ausgabe: | 187 Seiten |
| ISBN: | 9789004041912 |
| Verweise | |
Der Hobo. The Sociology of the Homeless Man ist die 1923 erschienene Studie von Nels Anderson über den wandernden Arbeiter im Chicago der Nachkriegsjahre. Anderson, selbst zeitweise auf der Straße, schreibt die Ethnographie des Main Stem, der Herbergen, der Gelegenheitsarbeit, gegen das Bild vom Landstreicher als Ausschuss. Das Buch ist die frühe Probe der Chicagoer Methode an einem Rand, den die Zonenlehre nur als Symptom hatte.
Inhalt
Anderson unterscheidet den Hobo, der Arbeit sucht und wandert, vom Bum, der bleibt, und vom Tramp, der wandert ohne zu arbeiten – Typen, die die Wohlfahrt durcheinanderwarf. Die Jungle am Stadtrand, die Missionshäuser, die Stellenvermittlung, die sexuelle Not, die politische Agitation der IWW: eine Gesellschaft mit Regeln, Rängen, einer Moral der Straße. Die Stadt braucht diese Männer saisonal und stößt sie ab, wenn die Saison endet. Obdachlosigkeit ist hier ein Arbeitsmarkt und eine Kultur, nicht nur ein Defizit.
Die Methode ist teilnehmende Beobachtung, bevor das Wort Schulbegriff war. Anderson zählt, kartiert, erzählt, hält Distanz und Nähe zugleich. Park hat das Vorwort geschrieben; die Schule erkennt sich. Gegen die Reformer, die den Hobo erziehen wollen, setzt Anderson die Auskunft, dass die Straße eine Lösung ist, so schlecht sie sei. Wer nur das Elend liest, unterschlägt die Organisation; wer nur die Romantik der Landstraße liest, unterschlägt Hunger und Kälte.
Spätere Auflagen und Andersons weitere Arbeit in der Verwaltung haben das Buch zur Quelle und zum Lehrstück gemacht. Die Kritik hat die Typen für männlich verengt, die Rasse unterbestimmt, die Nähe des Autors zur Szene für uneingestanden gehalten. Geblieben ist das Muster der Chicagoer Randstudie: Wer die Stadt verstehen will, muss ihre Überzähligen verstehen, die sie trotzdem braucht.
Einordnung
Anderson hat Parks Labor an einem Körper erprobt, der nicht sesshaft ist. Neben Wirths Ghetto und Whytes Ecke steht der Hobo als der Dritte des Randes: nicht Ethnie, nicht Jugendbande, sondern Arbeit ohne Haus. Die spätere Obdachlosenforschung, die Ethnographie der Straße, die Kritik der Wohlfahrt führen sich darauf zurück. Wer die Chicagoer Schule nur als Zonenmodell kennt, hat die Jungle nicht betreten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
