Der Tempelbrand
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Tempelbrand |
| Autor(en): | Mishima Yukio |
| Originaltitel: | 金閣寺 |
| Originalsprache: | japanisch |
| Erstveröffentlichung: | 1956 |
| Schlagwörter: | Kyoto, Schönheit, Brand, Mönch |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 256 Seiten |
| ISBN: | 9783499226018 |
| Verweise | |
Der Tempelbrand ist der 1956 erschienene Roman von Mishima Yukio, im Original Kinkakuji, nach dem Goldenen Pavillon in Kyoto. Der junge Mönch Mizoguchi, stotternd, hässlich in den eigenen Augen, liebt den Tempel so absolut, dass er ihn verbrennen muss, um zu leben. Der Stoff folgt der historischen Brandstiftung von 1950. Die deutsche Übersetzung von Siegfried Schaarschmidt erschien bei Rowohlt. Nach Bekenntnisse einer Maske ist dies das Buch, in dem Mishima die Schönheit nicht als Begehren des Körpers, sondern als Gebäude erzählt, das den Menschen auslöscht.
Inhalt
Mizoguchi kommt vom Land, der Vater hat ihm den Goldenen Pavillon als das Schönste der Welt in den Kopf gelegt, noch bevor er ihn sieht. Im Kloster trifft das Bild auf das Holz, das Gold, den Teich. Die Schönheit ist unerträglich, weil sie vollkommen ist und ihn nicht braucht. Der Freund Kashiwagi, verkrüppelt, zynisch, lehrt ihn, dass Gebrechen eine Waffe sein können. Die Mädchen, die Nähe, die Sprache versagen dem Stotterer. Der Krieg endet, der Tempel überlebt die Bomben, und Mizoguchi begreift, dass das Unzerstörte ihn gefangen hält.
Er nähert sich Frauen und entfernt sich, übt die Tat, kauft das Räucherwerk, schließt die Türen. Mishima gibt dem Entschluss die Theologie des Zen und die Psychologie des Ressentiments, ohne eines zum Schlüssel zu machen. Der Tempel ist das Absolute; wer daneben lebt, ist überflüssig. Die Brandstiftung ist kein politischer Akt gegen die amerikanische Besatzung, auch wenn die Zeit das nahelegt. Sie ist die Befreiung eines Menschen, der nur in der Zerstörung des Vollkommenen vorkommen kann.
Das Feuer nimmt den Pavillon. Mizoguchi raucht auf dem Hügel, durstig, lebendig. Der historische Täter wurde gefasst; der Roman lässt den Augenblick nach der Tat als Glück stehen. Wer nur den Wahnsinn des Mönchs sucht, unterschlägt Kashiwagi. Wer nur die Ästhetik der Vernichtung rühmt, unterschlägt das Stottern, die Armut, den Vater. Mishima hat 1970 den eigenen Körper in ein Ritual gelegt; 1956 hat er zuerst das Gebäude verbrannt, das schöner war als das Leben.
Einordnung
Neben der Maske von 1949 steht der Tempel als die andere Besessenheit: nicht das Begehren, das sich versteckt, sondern die Schönheit, die den Hässlichen aus der Welt drängt. Die japanische Nachkriegsmoderne hat das Buch als Skandal und als Meisterwerk gelesen. Wer Mishima nur vom 25. November 1970 her führt, unterschlägt Mizoguchi. Wer nur den Ästheten meint, unterschlägt das Feuer als Notwehr gegen das Vollkommene. In der Weltliteratur der Zerstörung schöner Dinge bleibt Der Tempelbrand das kälteste Beispiel, weil der Täter die Schönheit ernst genommen hat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
