Der Tod des Iwan Iljitsch
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Tod des Iwan Iljitsch |
| Autor(en): | Lew Tolstoi |
| Originaltitel: | Смерть Ивана Ильича |
| Originalsprache: | russisch |
| Erstveröffentlichung: | 1886 |
| Schlagwörter: | Tod, Beamter, Lüge, Schmerz |
| Sachgebiete: | Novelle |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 80 Seiten |
| ISBN: | 9783150076048 |
| Verweise | |
Der Tod des Iwan Iljitsch ist die Novelle von Lew Tolstoi, 1886 erschienen, nach Anna Karenina und vor den späten Traktaten. Ein Richter lebt, wie man in seiner Schicht lebt, stößt sich an einem Vorhang, und der Schmerz wird zum einzigen Ernst. Tolstoi hat den Tod nicht als Metaphysik, sondern als Entlarvung des bürgerlichen Lebens geschrieben: Die anderen lügen, dass es besser werde; Iwan Iljitsch merkt, dass sie ihn schon begraben.
Inhalt
Die Kollegen erfahren im Gerichtssaal, dass Iwan Iljitsch Golowin tot ist, und denken zuerst an Versetzungen. Dann die Totenwache, die Frau, die über Pension spricht, der Freund, der Whist spielen will. Tolstoi beginnt am Ende, damit die Lüge der Hinterbliebenen das Maß setzt. Erst danach das Leben: Karriere, Heirat, die Wohnung, die man einrichtet, als wäre Einrichtung Sinn. Der Stoß gegen den Vorhang, der Sturz, der Schmerz in der Seite, die Ärzte, die lateinische Namen geben.
Die Krankheit frisst Monate. Die Frau wirft Iwan vor, er folge den Vorschriften nicht; die Tochter hat einen Ball; der Diener Gerassim hält ihm die Beine und lügt nicht. Iwan hasst die Gesunden, hasst die Medizin, hasst das eigene vergangene Leben, das ihm plötzlich als falsch erscheint, ohne dass er ein anderes gehabt hätte. Der Schmerz ist nicht nur der Körper; er ist die Frage, wozu das Ganze war. Die Kollegen kommen, riechen schon den Tod und reden von Gesundheit.
In der letzten Nacht schreit er drei Tage. Dann, statt des Todes, Licht – oder etwas, das er so nennt. Die Furcht fällt ab, der Schmerz fällt ab, der Tod ist vorbei, sagt er, und stirbt. Tolstoi gibt keine Theologie als Lösung; er gibt den Umschlag eines Mannes, der zum ersten Mal sieht. Wer nur die Erbauung sucht, unterschlägt Gerassim. Wer nur die Anklage der Gesellschaft sucht, unterschlägt, dass Iwan mitgelogen hat.
Einordnung
Tolstoi hat die Novelle auf den einen Fall gestellt, der alle Fälle ist: dass man stirbt und vorher nicht gelebt hat. Neben Krieg und Frieden und Anna Karenina ist dies das schmale Maß, in dem die Geschichtsphilosophie schweigt und der Vorhang genügt. Die späte Lehre von der Einfachheit sitzt schon in Gerassim; sie predigt noch nicht.
Man hat den Text zum Schulstück über Sterbehilfe und Wahrhaftigkeit gemacht. Er ist kälter: eine Wohnung, ein Whistspiel, ein Diener. Wer nach Tolstoi über den bürgerlichen Tod spricht, spricht hinter Iwan Iljitsch. Reclam hat die Novelle gehalten; sie muss ganz gelesen werden, sonst bleibt vom Licht am Ende ein Trost, den Tolstoi nicht verkauft.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
