Der Weg zurück
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Weg zurück |
| Autor(en): | Erich Maria Remarque |
| Originaltitel: | Der Weg zurück |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1931 |
| Schlagwörter: | Heimkehr, Inflation, Kameradschaft, Nachkrieg |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 416 Seiten |
| ISBN: | 9783462046304 |
| Verweise | |
Der Weg zurück ist der 1931 bei Propyläen erschienene Roman von Erich Maria Remarque, die Fortsetzung von Im Westen nichts Neues und die Geschichte von Soldaten, die 1918 heimkehren und das Zivilleben nicht mehr finden. Der Titel meint keinen Sieg über das Trauma, sondern den Versuch, einen Weg zu gehen, den es als Straße nicht gibt. Remarque hat den Band geschrieben, als Im Westen nichts Neues schon Welterfolg, Skandal und Gegenstand von Saalschlachten war; die Fortsetzung verschiebt den Schauplatz von der Front in die Kleinstadt, die Schule, die Kaserne der Unruhen. 1933 verbrannten die Nationalsozialisten beide Bücher als literarischen Verrat am Soldaten. Wer nur den ersten Band kennt, kennt den Krieg; wer den zweiten liest, kennt die Niederlage danach.
Inhalt
Ernst Birkholz und seine Kameraden – unter ihnen Ferdinand Kosole, Tjaden, Ludwig Breyer, Adolf Bethke – erleben das Ende des Stellungskriegs nicht als Frieden, sondern als allmähliches Aufhören. Der Waffenstillstand kommt als Gerücht, dann als Befehl, und niemand weiß, wem die Gewehre jetzt noch gelten. Sie marschieren zurück, werden demobilisiert und stehen in Uniformen, die niemand mehr braucht, vor Müttern, Bräuten und Beamten, die den Krieg schon in Feiern und Formulare übersetzt haben. Ernst versucht, als Lehrer zu arbeiten und merkt, dass die Schulbank denselben Gehorsam verlangt, den die Front zerrissen hat; er kann den Kindern den Sinn des Sterbens nicht erklären, ohne zu lügen. Die Kameradschaft, im Graben die einzige haltbare Ordnung, zerfällt in Berufe, die nicht existieren, und in politische Lager, die die Zurückgekehrten als Material wollen.
Einer nach dem anderen gerät in die Nachkriegszeit wie in ein zweites Niemandsland. Bethke findet die Frau mit einem anderen; er versteht sie und zerbricht trotzdem. Breyer, der Idealismus mitgebracht hat, stößt auf Freikorps und Straßenkämpfe und stirbt an einer Welt, die den Waffenstillstand nicht hält. Kosole bleibt grob und treu und hat keine Sprache für das, was ihm fehlt. Tjaden, im ersten Band der Vitalist, sucht Halt in Geschäften, die die Inflation entwertet. Ernst beobachtet, schreibt innerlich weiter und kommt zu dem Satz, dass der Krieg die Männer getötet hat, auch wo sie atmen. Die Stadt liefert keine Sühne und keine Arbeit, die der Erfahrung entspräche; Werbeflächen, Versammlungen und die Rede vom im Felde unbesiegten Heer füllen die Lücke mit Lärm.
Remarque führt die Gruppe nicht in eine gemeinsame Lösung. Manche emigrieren in die Gleichgültigkeit, manche in die Gewalt, manche in den Tod. Ernst bleibt der Zeuge, der versteht, dass Heimkehr keine Ankunft ist, sondern ein Zustand, in dem man die Front in sich herumträgt. Der Roman schließt düsterer als mancher Leser nach Im Westen nichts Neues erwartet: Dort starb man bei einem Tagesbefehl, der nichts Neues meldete; hier lebt man in einer Republik, die denselben Befehl in Zivil ausgibt. Die Kameraden begraben einander, treffen sich seltener, und der Weg, den der Titel verspricht, führt nicht zurück in die Jugend vor 1914, sondern in eine Gegenwart, die diese Jugend für naiv erklärt. Genau das ist die zweite Niederlage.
Einordnung
Remarque hat mit diesem Band den Antikriegsroman um die Heimkehrerliteratur ergänzt, die in Deutschland nach 1918 von Ernst Johannsen bis zu den rechten Frontromanen umkämpft war. Gegen die Legende vom im Felde unbesiegten Heer setzt er die Erfahrung der nutzlosen Tüchtigkeit: Männer, die Granaten lesen können und Stellenanzeigen nicht. Der Erfolg blieb hinter dem ersten Band zurück, nicht weil das Buch schwächer wäre, sondern weil es unbequemer ist – ohne die Klarheit des Grabens, mit der Wirrnis der Straße. 1931 schon umstritten, 1933 verbrannt, gehört es zur Warteschlange der Bücher, die die Republik nicht mehr schützen konnte. Die textkritische KiWi-Ausgabe von 2014 gibt den Wortlaut der Erstausgabe zurück.
Die Verfilmung von 1933, noch in den USA entstanden, hat den Stoff in die Sprache des frühen Tonfilms übersetzt und denselben Hass auf sich gezogen wie Lewis Milestones Verfilmung des Vorgängers. Wer Remarque auf den einen Satz vom Westen reduziert, verfehlt die Pointe des zweiten Buches: Der Krieg endet nicht, wenn geschossen wird. Neben Im Westen nichts Neues ist Der Weg zurück das notwendige Nachspiel, in dem die verlorene Generation ihren Namen erst verdient – nicht als Metapher, sondern als Befund. Wer nach 1918 über Soldaten ohne Beruf spricht, spricht hinter diesem Roman.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
