Der geheime Garten

Frances Hodgson Burnett · 1911 · Kinderbuch


Das Werk
Deutscher Titel: Der geheime Garten
Autor(en): Frances Hodgson Burnett
Originaltitel: The Secret Garden
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1911
Schlagwörter: Yorkshire, Garten, Krankheit, Kinder
Sachgebiete: Kinderbuch
Greifbare Ausgabe
Verlag: dtv


Umfang dieser Ausgabe: 240 Seiten
ISBN: 9783423073172
Verweise


Der geheime Garten ist das Kinderbuch von Frances Hodgson Burnett, 1910 und 1911 in Fortsetzungen gedruckt, 1911 als Buch in New York erschienen. Ein verwaistes, verdorbenes Mädchen kommt aus Indien auf ein ödes Herrenhaus in Yorkshire, findet hinter einer Mauer den verschlossenen Garten der toten Tante und bringt ihn mit zwei Jungen wieder zum Leben. Burnett, schon Autorin des Kleinen Lord, hat hier die Heilung an die Erde gebunden, nicht an die Gouvernante. Das Buch gehört zu den stillsten Klassikern der Kinderliteratur, weil der Trotz der Kinder und der Trotz der Pflanzen dieselbe Arbeit sind.

Inhalt

Mary Lennox wächst in Indien unbeaufsichtigt auf, herrisch, gelb vor Hitze und Gleichgültigkeit. Die Cholera tötet die Eltern und das Gesinde; man schickt sie nach Misselthwaite Manor zu Onkel Archibald Craven, der das Haus meidet, seit seine Frau Lilias vom Baum fiel. Mary irrt durch hundert Zimmer, hört nachts ein Weinen, findet mit Hilfe eines Rotkehlchens eine Tür in der Mauer, deren Schlüssel im Boden lag. Der Garten ist tot, verwildert, zehn Jahre verschlossen. Die Kammerzofe Martha erzählt vom Bruder Dickon, der mit Tieren spricht; Dickon kommt mit einem Fuchs, einer Krähe, Spaten und Samen. Mary, die in Indien Befehle gegeben hat, lernt hier zu graben, und der Trotz wendet sich zum ersten Mal nach außen, auf etwas, das wachsen soll.

Das Weinen gehört Colin Craven, Marys Vetter, zehn, im Bett gehalten, überzeugt, eine Beule auf der Wirbelsäule werde ihn krümmen und töten wie die Mutter. Er tyrannisiert das Haus, die Ärzte nähren die Angst. Mary zankt mit ihm, dann holt sie ihn in den Rollstuhl in den Garten, gegen das Verbot des Personals. Dickon schiebt, die Heidewind greift den Jungen an, der geglaubt hat, Luft sei Gift. Die drei jäten, pflanzen, schweigen vor den Erwachsenen. Colin steht, zuerst im Geheimen, dann als Vorsatz: Er will dem Vater entgegengehen.

Archibald, auf Reisen vor der Trauer, träumt von dem rufenden Kind und kehrt zurück. Im Garten läuft ihm der Sohn entgegen, lebendig, unkrumm. Der Onkel, der das Grundstück als Grab gehalten hat, gibt es den Kindern frei. Mary ist nicht mehr das Kind aus Indien; sie hat gelernt, zu wollen, ohne zu befehlen. Burnett lässt die Magd Mrs. Medlock und den Gärtner Ben Weatherstaff als Skeptiker stehen, die nachgeben, weil die Beete nicht lügen. Der Garten bleibt ummauert; die Tür ist offen.

Einordnung

Burnett hat das Erwachsenwerden an die Jahreszeiten gelegt: Winterhaus, Frühlingsbeet, Sommer, in dem Colin läuft. Die Heide Yorkshires ist keine Idylle, sie ist Arbeit und Wetter. Spätere Leser haben die Indien-Kapitel als Spiegel der Kolonie gelesen, Marys Gelbsucht als Bild einer Klasse, die Dienstboten atmet und Kinder nicht kennt. Verfilmungen, von den zwanziger Jahren bis zu Agnieszka Hollands Fassung von 1993, haben den Garten oft süßer gemacht als das Buch, das zankt und hungert. Dass Heilung vom Spaten kommt und nicht vom Erbteil, bleibt die Härte unter der Blüte.

dtv hält die Übersetzung Friedel Hömkes als Taschenbuch; Insel und andere Verlage bieten neuere Übertragungen. Neben dem Kleinen Lord, der das Herz des Reichen erwärmt, ist der Garten das radikalere Buch: Heilung kommt nicht vom Erbteil, sondern vom Spaten. Wer nach 1911 über kranke Kinder im Herrenhaus spricht, spricht hinter Colin; wer nur die Blüte sucht, hat Marys ersten Winter in den hundert Zimmern nicht ausgehalten. Die Mauer bleibt; was zählt, ist der Schlüssel. Burnett gönnt dem Onkel die Rückkehr, ohne die Trauer um Lilias zu streichen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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