Der gute Mensch von Sezuan

Bertolt Brecht · 1943 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Der gute Mensch von Sezuan
Autor(en): Bertolt Brecht
Originaltitel: Der gute Mensch von Sezuan
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1943
Schlagwörter: Parabel, Güte, Götter, Sezuan
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Suhrkamp
Serie: edition suhrkamp
Umfang dieser Ausgabe: 160 Seiten
ISBN: 9783518100738
Verweise


Der gute Mensch von Sezuan ist ein Parabelstück von Bertolt Brecht, 1938 bis 1940 im Exil geschrieben und 1943 in Zürich uraufgeführt. Drei Götter suchen einen guten Menschen und finden eine Prostituierte, die geben kann, solange sie sich spaltet.

Inhalt

Drei Götter kommen nach Sezuan, müde und schlecht beherbergt, weil niemand sie unentgeltlich aufnimmt. Nur Shen Te, die sich den Unterhalt auf der Straße verdient, bietet ihnen ein Nachtlager. Sie bezahlen sie so, dass sie einen Tabakladen kaufen kann, und gehen weiter, überzeugt, das Gerücht widerlegt zu haben, auf der Erde lasse sich nicht gut sein. Der Laden füllt sich sofort: der Wasserverkäufer Wang, ein Ehepaar mit Verwandtschaft, die Hauswirtin, Gläubiger. Shen Te gibt Reis, Geld, Unterkunft – und merkt, dass die Güte den Laden leer isst, bevor er trägt.

Dann tritt Yang Sun auf, ein arbeitsloser Flieger, der sich erhängen will. Shen Te liebt ihn und will ihm die Stelle des Flugkapitäns kaufen; er nimmt die Liebe als Vorschuss und die Mittel als Gerät. Um nicht unterzugehen, erfindet Shen Te den Vetter Shui Ta: denselben Körper, eine härtere Stimme, die Brille des Geschäfts. Shui Ta weist die Armen ab, treibt die Miete ein, macht aus dem Laden eine kleine Fabrik und aus Yang Sun einen Aufseher. Die Nachbarschaft, die Shen Te geliebt hat, hasst den Vetter und ruft nach der Guten. Brecht lässt beide nicht als Maskenspiel erscheinen, sondern als die eine Person, die unter diesen Verhältnissen nicht zugleich leben und gut sein kann.

Am Ende steht Shen Te vor Gericht, schwanger, den Göttern als Angeklagte geliefert, weil Shui Ta verschwunden ist. Sie reißt die Verkleidung herunter und bittet um ein Gebot, das sich halten lässt. Die Götter wollen den Widerspruch nicht hören: Sie erklären sie zur guten Person, verbieten den Vetter nicht und entschwinden auf einer Wolke, während unten die Gläubiger warten. Der Epilog schiebt die Lösung dem Parkett zu. Wer eine dritte Person sucht, die Güte und Überleben versöhnt, hat das Stück verstanden und die Götter nicht.

Einordnung

Das Stück gehört neben Mutter Courage und ihre Kinder zu den Parabeln, in denen Brecht das epische Theater an einer Figur durchrechnet, die das Geschäft und das Herz nicht in einem Körper unterbringt. Songs, Zwischensprüche und der doppelte Name halten das Mitleid auf Distanz: Man soll Shen Te nicht bemitleiden, man soll die Lage nennen, die sie spaltet. Die Zürcher Uraufführung lag im Krieg; die Nachkriegsbühnen haben den Vetter oft als bloßen Trick gegeben. Gegen die Courage, die den Krieg als Handel versteht, ist Sezuan das Stück, das die Friedensökonomie als denselben Handel zeigt. Wer nach 1943 einen guten Menschen auf die Bühne stellt, ohne den Preis vorzurechnen, spielt hinter Brecht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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