Deutschlands Weg zur Großmacht

Helmut Böhme · 1966 · Sachbuch, Geschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Deutschlands Weg zur Großmacht
Autor(en): Helmut Böhme
Originaltitel: Deutschlands Weg zur Großmacht. Studien zum Verhältnis von Wirtschaft und Staat während der Reichsgründungszeit 1848–1881
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1966
Schlagwörter: Reichsgründung, Wirtschaft, Staat, Preußen
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Kiepenheuer & Witsch


Umfang dieser Ausgabe: 728 Seiten
ISBN: 9783462008746
Verweise


Deutschlands Weg zur Großmacht. Studien zum Verhältnis von Wirtschaft und Staat während der Reichsgründungszeit 1848–1881 ist die 1966 erschienene Habilitationsschrift von Helmut Böhme, die Reichsgründung aus Wirtschaft und Staat liest, nicht aus Bismarck allein. Böhme, der Bielefelder Konstellation nahe, zeigt, wie Zollverein, Banken, Eisenbahn und preußische Verwaltung eine Großmacht erzeugen, die 1871 nur noch den Namen bekommt. Das Buch ist die Probe der Gesellschaftsgeschichte an der Einigung.

Inhalt

Böhme setzt vor 1871 an. Die wirtschaftliche Einheit geht der politischen voraus; der Zollverein, die Kapitalmärkte, die Industreregionen schaffen Tatsachen, die die Diplomatie nachzeichnet. Der preußische Staat erscheint als Unternehmer und als Ordnungsmacht dieses Prozesses, nicht als bloßer Erfüllungsgehilfe Bismarcks. 1848, die Reaktionszeit, die Reichsgründung, die frühen Jahre bis 1881: eine Linie, in der Wirtschaft und Herrschaft sich wechselseitig festigen. Wer nur die Schlachten von Königgrätz und Sedan kennt, unterschlägt die Bilanzen.

Die Studie ist quellenhart, lang, näher an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakte als an der Klassenrhetorik. Sie hat Fischer und Wehler ergänzt, indem sie die Großmacht nicht erst 1914 und nicht erst 1871 beginnen ließ. Die Kritik hat die Teleologie des Weges, die Unterbestimmung der Gesellschaft unterhalb der Elite, die Nähe zur preußischen Erfolgsgeschichte genannt. Geblieben ist der Zwang, Einigung als wirtschaftlich-politischen Komplex zu lesen.

Böhme hat später andere Wege genommen; 1966 bleibt das Bielefelder Buch. Wer die Schule nur als Kaiserreich der 1870er kennt, hat den Weg nicht gelesen, der dorthin führte. Nipperdey hat dasselbe Jahrhundert erzählt und den Staat nicht so an die Ökonomie gebunden; der Gegensatz trägt.

Einordnung

Böhme hat der Gesellschaftsgeschichte die Reichsgründung als Wirtschaftsstaat gegeben. Neben Rosenberg, Kehr und Wehler steht der Weg zur Großmacht als der Text, der 1848 bis 1881 zur Formationsphase macht, nicht zur Vorgeschichte großer Männer. Die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts ist ohne diese Verschränkung von Zoll und Krone nicht mehr zu erzählen, auch wo man Böhme widerspricht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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