Die Dame mit dem Hündchen

Anton Tschechow · 1899 · Erzählung


Das Werk
Deutscher Titel: Die Dame mit dem Hündchen
Autor(en): Anton Tschechow
Originaltitel: Дама с собачкой
Originalsprache: russisch
Erstveröffentlichung: 1899
Schlagwörter: Jalta, Ehebruch, Alltag, Sehnsucht
Sachgebiete: Erzählung
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 64 Seiten
ISBN: 9783150078059
Verweise


Die Dame mit dem Hündchen ist die Erzählung von Anton Tschechow, 1899 erschienen. In Jalta trifft der Moskauer Bankier Dmitri Dmitritsch Gurow eine junge Frau mit einem weißen Spitz; aus einem Seitensprung wird eine Liebe, die beide Ehen nicht sprengt und nicht aufhört. Tschechow hat das Drama vom Konflikt auf die Stimmung umgestellt; diese Prosa tut dasselbe auf wenigen Seiten: keine Moral am Ende, nur ein Hund, ein Hotel, ein Wetter.

Inhalt

Gurow, verheiratet, Kinder, gewohnt an kurze Affären, sieht Anna Sergejewna auf der Uferpromenade. Der Spitz macht sie kenntlich, bevor der Name da ist. Sie ist ebenfalls verheiratet, zum ersten Mal in Jalta, ängstlich, dann bereit. Sie gehen ins Hotel, sie gehen an den Strand, die Saison endet. Tschechow zählt das Banale: den Kellner, den Fächer, die Langeweile der Kurstadt. Das Banale ist der Ernst. Anna fährt zu ihrem Mann in die Provinz; Gurow nach Moskau, in den Klub, zu der Frau, die er nicht liebt.

Er kann nicht vergessen. In der Stadt S. sucht er sie auf, im Theater, zwischen den Einheimischen, die ihn nicht kennen. Sie weint, sie sagt, Gott habe sie vergeben; sie trifft ihn in Moskau, heimlich, in einem Hotel. Die Liebe wird zur zweiten Lebensführung, ohne die erste zu ersetzen. Gurow sieht sich im Spiegel und merkt, dass er alt wird und zum ersten Mal etwas Ernstes hat. Anna fürchtet den Skandal und kommt trotzdem.

Der Schluss verspricht, dass sie einen Weg finden werden, und zeigt, dass sie keinen haben. Der Anfang des Neuen liegt noch weit, die Ehen stehen, der Hund war nur der Anfang. Wer eine Entscheidung sucht, findet Wiederkehr. Wer nur den Ehebruch als Stoff sucht, unterschlägt Gurows Spiegel. Tschechow bricht ab, wo andere Romane erklären würden; das Abbrechen ist die Form.

Einordnung

Tschechow hat die große Leidenschaft in den Alltag gelegt, ohne sie zu verkleinern. Neben den Stücken – der Möwe, den drei Schwestern –, die in der Bookpedia noch Lücken sind, ist diese Erzählung das schmale Maß: Es ändert sich etwas, und es ändert sich nichts. Die Moderne des zwanzigsten Jahrhunderts hat hier gelernt, dass das Unausgesprochene die Handlung ist.

Man hat den Text zum Inbegriff der Melancholie gemacht. Er ist komischer und härter. Wer nur Jalta als Kulisse sucht, unterschlägt Moskau. Wer nur die Trauer sucht, unterschlägt den Spitz. Reclam hat die Erzählung oft in Sammelbänden gehalten; sie trägt allein. Nach Tschechow über Seitensprünge in Kurorten zu sprechen, ohne diesen Schluss, heißt, die Lehre zu wollen, die er verweigert.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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