Die Erzählung
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Erzählung |
| Autor(en): | Gérard Genette |
| Originaltitel: | Discours du récit |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1972 |
| Schlagwörter: | Stimme, Zeit, Fokalisation, Erzähler |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Literaturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Fink
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| Umfang dieser Ausgabe: | 280 Seiten |
| ISBN: | 9783770524518 |
| Verweise | |
Die Erzählung ist die deutsche Fassung von Gérard Genettes Discours du récit, zuerst 1972 im dritten Band der Figures, später als eigenes Buch. Stimme, Zeit, Modus, Fokalisation: das Vokabular, mit dem die Erzählforschung seither Sätze zerlegt, ohne die Moral Booths und ohne den Mythos Fryes.
Inhalt
Genette unterscheidet, was die Umgangssprache vermischt. Geschichte ist das, was geschieht; Erzählung der Diskurs, der es darstellt; Narration der Akt des Hervorbringens. Ordnung, Dauer, Frequenz: Die Zeit der Erzählung kann der Zeit der Geschichte vorauseilen, dehnen, wiederholen, streichen. Stimme: Wer spricht, von wo, in welchem Abstand zum Geschehen. Fokalisation: Wer wahrnimmt – null, intern, extern –, nicht dasselbe wie wer spricht. Prousts Suche ist das durchgeführte Beispiel, an dem die Kategorien sich bewähren, ohne dass das Buch eine Proust-Monographie wäre. Der Ton ist der französische des Strukturalismus: klassifizierend, witzig, ohne Furor.
Booths Rhetorik fragt nach Zuverlässigkeit und implizitem Autor; Genette fragt nach der Stellung der Instanz. Beide brauchen einander und sind nicht dasselbe Organon. Die Paratexte werden später das Beiwerk des Buches fassen; hier steht das Innere der Erzählung. Wer nur „Erzähler“ sucht, findet die Unterscheidungen, die das Wort zerschneiden. Wer nur den Strukturalisten meint, unterschlägt die Lektüre Prousts, ohne die die Kategorien leer wären.
Unsicher bleibt, wie weit die Klassifikation das Werk ersetzt. Genette weiß, dass Kategorien Werkzeuge sind, und schreibt so genau, dass sie zu Wesenheiten werden können. Die Narratologie hat das Vokabular in alle Philologien getragen, oft ohne Figures zu lesen. Die deutsche Fink-Ausgabe hat aus dem Kapitel das Handbuch gemacht. Die spätere Erzählforschung hat kognitive und transmediale Erweiterungen angebaut; das Grundgitter bleibt dieses.
Einordnung
Die Erzählung hat der Literaturwissenschaft das Handwerk der Stimme und der Zeit gegeben. Booth liefert die Rhetorik, Frye den Mythos, Bachtin die Vielstimmigkeit; Genette die Schalttafel. Wer nach 1972 Fokalisation sagt, spricht Genette – auch dort, wo er Proust nicht mehr braucht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
