Die Struktur sozialen Handelns
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Struktur sozialen Handelns |
| Autor(en): | Talcott Parsons |
| Originaltitel: | The Structure of Social Action |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1937 |
| Schlagwörter: | Handeln, Voluntarismus, Integration, Klassiker |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 817 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Die Struktur sozialen Handelns ist der deutsche Titel von Talcott Parsons’ 1937 erschienenem Buch The Structure of Social Action, der Gründungsschrift der späteren Systemtheorie des Handelns. Parsons, aus Heidelberg mit Weber zurück, liest Marshall, Pareto, Durkheim und Weber so, als liefen sie auf dieselbe Einsicht zu: Handeln ist nicht Reiz und nicht Nutzenkalkül allein, sondern ein willentlicher Akt unter Normen, Zwecken, Bedingungen. Gegen den Utilitarismus und gegen einen Positivismus, der Motive zu Ursachen macht, setzt er die voluntaristische Theorie des Handelns.
Inhalt
Das Buch ist zur Hälfte Interpretation. Parsons holt die vier Autoren aus ihren Nationalökonomen- und Moralistenfächern und behauptet eine Konvergenz, die sie selbst so nicht geplant hatten. Der utilitaristische Einzelne, der nur Zwecke maximiert, kann die Ordnung nicht erklären, in der er maximiert; der positivistische Beobachter, der nur Außenursachen kennt, verfehlt, dass Handelnde meinen, was sie tun. Das soziale Handeln hat eine Struktur: Zweck, Mittel, Bedingungen, normative Orientierung. Der »unit act« ist die kleinste Einheit, nicht die Klasse und nicht das Instinkt. Aus der Einheit baut Parsons später das System; hier steht noch die Behauptung, dass ohne sie Soziologie in Biologie oder in Predigt zerfällt.
Weber liefert das verstehende Handeln, Durkheim die Tatsache der Norm, Pareto die Nichtlogik der Residuen, Marshall die wirtschaftliche Handlung, die schon mehr ist als Tausch. Parsons’ Pointe: Sie korrigieren einander, wo man sie zusammenliest. Die Ordnung ist das Problem, nicht die Abweichung; Hobbes’ Frage, warum nicht alle gegen alle, wird soziologisch, indem Normen intern werden, nicht nur als Schwert drohen. Der Ton ist akademisch, oft umständlich, ohne den Essaywitz Simmels. Es ist ein Buch, das eine Disziplin in Amerika institutionalisieren will, indem es Europa als Vorläufer kanonisiert.
Unsicher ist die Konvergenz. Weber ist kein Durkheim; Pareto sperrt sich gegen die Harmonie; die Utilitaristen haben sich gewehrt, so gelesen zu werden. Die Kritik der sechziger Jahre hat Parsons’ Harmoniewillen schon in diesem Frühwerk gewittert, bevor The Social System ihn ausbaute. Dennoch bleibt 1937 das Buch, ohne das die amerikanische Soziologie nach 1945 kein Gerüst gehabt hätte – und ohne das ihre Gegner keinen klaren Gegner gehabt hätten. Wer nur das spätere System kennt, unterschlägt die Handlungstheorie, die es tragen sollte. Wer nur den Jargon kennt, unterschlägt die Arbeit an den Klassikern. Eine vollständige deutsche Ausgabe ist selten; der Titel hält den Anspruch fest, den das Englische im Namen trägt.
Einordnung
Neben The Social System ist dies der Grundriss, jenes die Ausführung. Es hat Weber und Durkheim in den amerikanischen Lehrplan gezwungen und der Handlungstheorie den voluntaristischen Namen gegeben. Wer Soziologie nur als Kritik der Ordnung kennt, trifft hier das Buch, das Ordnung zuerst als Rätsel nahm – und später zu fest löste.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.