Die Vermessung der Welt
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Vermessung der Welt |
| Autor(en): | Daniel Kehlmann |
| Originaltitel: | Die Vermessung der Welt |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2005 |
| Schlagwörter: | Gauß, Humboldt, Wissenschaft, Reise |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt |
| Serie: | rororo |
| Umfang dieser Ausgabe: | 302 Seiten |
| ISBN: | 9783499241130 |
| Verweise | |
Die Vermessung der Welt ist der Roman von Daniel Kehlmann, 2005 bei Rowohlt erschienen. Carl Friedrich Gauß rechnet in Braunschweig und Göttingen, Alexander von Humboldt reist durch die Tropen; beide wollen die Welt in Zahlen und Routen zwingen und merken, dass sie sich nicht zwingen lässt. Der Welterfolg, nach dem Kehlmann mit Tyll das Risiko eines uncharmanten Krieges suchte.
Inhalt
Zwei Lebenslinien, kapitelweise verschränkt. Humboldt, preußisch, mit Bonpland, misst Ströme, steigt in Bergwerke, lässt sich anbinden, um Zitteraale zu spüren, schreibt Briefe, die den Bruder und die Akademie erreichen. Gauß, ungesellig, früh genial, leidet an Menschen, heiratet, berechnet Bahnen, wird nach Göttingen berufen und bleibt ungnädig. Kehlmann erzählt in der indirekten Rede, die alles leicht und nichts harmlos macht: der Witz sitzt in der Syntax.
Sie treffen sich 1828 in Berlin, alt, berühmt, einander fremd. Die Vermessung war derselbe Traum und zwei Temperamente. Humboldt hat die Welt betreten und sie kolonial mitgesehen, ohne dass der Roman daraus eine Predigt macht; Gauß hat sie gedacht und die Kinder nicht geliebt, wie man es von einem Heros erwartet. Dazwischen Könige, Gelehrte, der südamerikanische Alltag, der deutsche Provinzialismus. Die Wissenschaft ist Ehrgeiz, Komik, Einsamkeit.
Kehlmann stiehlt der Historie die Pointe, ohne sie zu verhöhnen. Die Figuren sind erkennbar und zugespitzt; wer eine Biographie sucht, muss zu den Briefen. Der Roman hat Millionen Leser gefunden, weil er klug und schnell ist. Die Gefahr ist die Glätte. Tyll hat später gezeigt, dass derselbe Autor den Charme auch verweigern kann. Hier bleibt er: Aufklärung als Abenteuer und als Rechthaberei in einem.
Einordnung
Kehlmann hat dem historischen Roman die Leichtigkeit zurückgegeben, die die Historie selbst nicht hat, und damit ein deutsches Massenpublikum an Gauß und Humboldt gebunden. Rowohlt und das Taschenbuch rororo haben den Erfolg getragen. Die Kritik schwankte zwischen Bewunderung und dem Vorwurf der Glätte; beides trifft. Neben den gelehrten Biographien steht dieses Buch als die populäre Form, in der Wissenschaft Eigensinn wird. Wer Kehlmann nur als Gewandten liest, hat den ungnädigen Gauß nicht gesehen. Nach der Vermessung war der Weg frei zu Tyll: erst wer vermessen hat, kann zeigen, was sich nicht vermessen lässt.
Ideen
Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.
Freundschaft (wichtig) · Ironie (wichtig) · Wissenschaft (wichtig)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
