Die Zwerge

Markus Heitz · 2003 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Die Zwerge
Autor(en): Markus Heitz
Originaltitel: Die Zwerge
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 2003
Schlagwörter: Zwerge, Magier, Axt, Gebirge
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Heyne


Umfang dieser Ausgabe: 640 Seiten
ISBN: 9783453875319
Verweise


Die Zwerge ist der erste Band der phantastischen Reihe von Markus Heitz, 2003 bei Heyne erschienen. Ein Findlingszwerg namens Tungdil, aufgewachsen bei einem menschlichen Magier, wird in den Streit der Zwergenstämme und den Krieg um das Geborgene Land gezogen, das Orks, Albae und ein verräterischer Zauberer von den Pässen her bedrohen. Heitz hat den deutschen Roman der Zwerge in die Mitte gestellt, die bei J. R. R. Tolkien Randvolk sind, und ihnen Schmiede, Stolz und Stammeshass gegeben. Der Band wurde der Auftakt zu einem Verkaufserfolg, der Fortsetzungen, Spiele und Hörbücher nach sich zog. Er erzählt den ersten Krieg um die Feuerklinge, nicht die ganze später angewachsene Welt.

Inhalt

Das Geborgene Land liegt in einem Ring aus Gebirgen; fünf Zwergenreiche hüten die Pässe gegen Orks, Trolle und Oger. Als der Steinerne Torweg der Fünften fällt, kriecht das Tote Land vor, das Gefallene zu Untoten macht. Die Magi halten magische Schranken, bis Nudin die Kollegen nach Porista lockt, sie tötet und als Nôd'onn das Land verrät. Tungdil Bolofar, Findelkind im Stollen des Magus Lot-Ionan, liest und schmiedet, kennt aber seinen Stamm nicht. Lot-Ionan schickt ihn mit einem Beutel zu einem ehemaligen Schüler; der Weg führt ins Schwarzjoch, der Schüler fehlt, der Ziehvater stirbt. Tungdil trifft die Zwillingsbrüder Boïndil und Boëndal vom Stamm der Zweiten und findet in den Utensilien die Anleitung zur Feuerklinge, der einzigen Waffe gegen Nôd'onn.

Im Reich der Zweiten liegt Großkönig Gundrabur im Sterben. Gandogar Silberbart von den Vierten gilt als Nachfolger, gelenkt von Bislipur, der heimlich zu den zwergenfeindlichen Dritten gehört. Tungdil bewirbt sich um die Krone, um die Stämme zum Schmieden der Axt zu zwingen, obwohl er nicht weiß, ob er ein Vierter ist. Berater Balendilín stützt ihn gegen den Krieg, den Gandogar gegen die Elben führen will. Ein Wettkampf der Anwärter bleibt unentschieden; Tungdil schlägt die Expedition zur Esse im gefallenen Reich der Fünften vor: Wer mit der fertigen Klinge zurückkehrt und den Magus fällt, soll herrschen. Unterwegs stoßen der Mime Rodario, Furgas und die Halbalbin Narmora dazu, Tungdil verliebt sich in die Schmiedin Balyndis. Untote der Fünften unter Giselbart Eisenauge hüten noch den Drachenbrodem; mit ihnen, nicht gegen sie, entsteht die Feuerklinge. Gandogars Mannschaft ist tot, er selbst wird mitgenommen.

Vor dem Schwarzjoch kämpfen Zwerge, Menschen und zuletzt Elben gegen Orks und Albae. Das Buch nennt einen Feind der Zwerge als den, der die Klinge führen muss; Narmora scheitert, Bislipur entreißt die Axt und offenbart Tungdil, dass beide Dritte sind. Tungdil tötet den Verräter, die Klinge leuchtet in seiner Hand, Nôd'onn fällt. Das Geborgene Land ist nicht gerettet für immer, aber die Schlacht ist gewonnen. Tungdil wird als Held gefeiert, Balyndis will ihn heiraten, der Stamm bleibt eine offene Wunde. Heitz schließt den ersten Band mit dem Triumph, der die späteren Brüche noch nicht kennt. Was aus Freien, Avataren und dem Diamanten wird, gehört nicht in dieses Buch; hier endet die Geschichte des Schmiedegesellen, der die Axt trägt, weil er der Feind in den eigenen Reihen ist.

Einordnung

Heitz hat nach dem Erfolg englischer Ork- und Zwergenstoffe einen deutschsprachigen Gegenentwurf vorgelegt, der die Zwerge nicht als komische Beilage behandelt. Das Geborgene Land ist übersichtlich, die Stämme sind Typen, die Schlachten folgen dem Muster der Gefährtenreise; der Reiz liegt in der Konsequenz, mit der Schmiedearbeit, Stammesrecht und das Tote Land die Moral tragen. Gegen Der Herr der Ringe fehlt die sprachliche Dichte, gegen spätere internationale Phantastik oft die Ambivalenz. Leser haben genau das als Klarheit genommen: ein Buch, in dem man weiß, wer hämmert und wer verrät. Der Heyne-Band von 2003 machte Heitz zum Berufsschriftsteller; Piper übernahm die Reihe später.

Hörbücher, ein Brettspiel, Bildromane und ein Computerspiel haben den Stoff weitergetragen; eine Filmfassung kam nicht zustande. Die Fortsetzungen haben das Land verdunkelt und Tungdil schwerer gemacht; wer nur den ersten Band liest, behält die Feuerklinge und die Hochzeit, nicht den späteren Verlust. Die Klarheit des Auftakts ist sein Vorzug und seine Grenze. Wer nach Heitz über deutsche Zwergenromane spricht, spricht hinter diesem Band; wer die fünf oder mehr Folgebücher für den Inhalt von 2003 hält, hat das Schwarzjoch mit dem Ende des Geborgenen Landes verwechselt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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