Die letzte Generation

Arthur C. Clarke · 1953 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Die letzte Generation
Autor(en): Arthur C. Clarke
Originaltitel: Childhood's End
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1953
Schlagwörter: Übermacht, Kinder, Entwicklung, Ende
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Heyne


Umfang dieser Ausgabe: 288 Seiten
ISBN: 9783453875340
Verweise


Die letzte Generation ist der Roman von Arthur C. Clarke, 1953 auf Englisch unter dem Titel Childhood's End erschienen, deutsch zuerst 1960. Über den Städten der Erde stehen plötzlich Schiffe; die fremden Oberherren versprechen Hilfe und zeigen sich erst nach fünfzig Jahren. Clarke, Ingenieur und Zukunftserzähler, hat den Kontakt mit Außerirdischen nicht als Eroberung geschrieben, sondern als Ende der Kindheit der Gattung. Ein Vorwort distanziert den Autor von Meinungen im Buch, vor allem von der Behauptung, der Mensch gehöre nicht ins All – Clarke war sonst Fürsprecher der Raumfahrt. 2015 wurde der Stoff als Fernsehminiserie erzählt.

Inhalt

Die Schiffe erscheinen, die Wesen nennen sich Overlords, Oberherren. Einziger irdischer Gesprächspartner ist der UN-Generalsekretär Rikki Stormgren, der mit Karellen durch eine verspiegelte Scheibe spricht. Karellen sagt, man werde sich in fünfzig Jahren zeigen, wenn die bloße Existenz der Fremden selbstverständlich sei. Krieg, Armut und Krankheit weichen; ein goldenes Zeitalter beginnt, das viele als Entmündigung spüren. Nach der Frist treten die Oberherren vor: gepanzerte Haut, Hörner, Schwanz, das Bild des Teufels, das die Menschheit Jahrhunderte mit sich trug. Der Schrecken verraucht, die Wohlfahrt bleibt.

Nach einem Jahrhundert enthüllt Karellen den Auftrag. Die Oberherren dienen einem Wesen aus reiner Energie, dem Overmind, einem Überbewusstsein, das Arten auf eine höhere Stufe hebt und mit sich vereint. Sie selbst sind unfähig zu diesem Schritt, stecken geblieben, nur Hirten. Bei menschlichen Kindern zeigen sich Gedankenkraft und Fernbewegung; sie entfremden sich den Eltern. Die Oberherren bringen die Kinder nach Australien, sondern sie ab. Die Erwachsenen zeugen keine Nachkommen mehr, leben aus, sterben aus. Homo sapiens endet, während die Kinder dem Überbewusstsein entgegenwachsen.

Nur Jan Rodricks erlebt das Ende als Erwachsener. Er hat sich auf ein Versorgungsschiff geschmuggelt, das Heimatgestirn der Oberherren in der Carina erreicht und kehrt nach achtzig Jahren zurück, wenn die übrigen Menschen tot sind. Er bleibt als letzter Zeuge, während die ehemaligen Kinder mit dem Overmind verschmelzen und die Erde aufhört, der alte Planet zu sein. Die Kindheit der Art ist vorbei, nicht als Sieg und nicht als Untergang im alten Sinn, sondern als Abschied von der Gattung, die noch sprechen konnte. Clarke datiert die Vorgänge ins einundzwanzigste Jahrhundert. Die Oberherren fliegen weiter, Hirten ohne Herde, unfähig, selbst aufzusteigen. Der letzte Mensch berichtet, dann verstummt die Welt.

Einordnung

Der Roman geht auf die Erzählung Guardian Angel von 1950 zurück. Clarke hat die Schiffe über London aus Kriegsballons von 1941 gewonnen; Roland Emmerich hat das Bild für Independence Day genommen, ohne die Theologie. Gedankenübertragung und Fernbewegung widersprechen Clarkes sonstigem Zweifel am Übersinnlichen; das Vorwort von 1989 räumt das ein. Die deutsche Heyne-Ausgabe von 2003 hat Else von Hollander-Lossows Übersetzung durch Bernhard Kempen neu durchgesehen.

Neben H. G. Wells' Der Krieg der Welten, der die Invasion als Niederschlag erzählt, und Aldous Huxleys Schöne neue Welt, die Wohlfahrt als Käfig zeigt, steht hier ein dritter Weg: Rettung als Auslöschung der Eltern. Wer nach 1953 über freundliche Übermacht sprach, hatte Karellen vor Augen, den Teufel, der pflegt. Das Buch ist kühler als jede Erweckung: Die Kinder gehen, die Erwachsenen bleiben zurück, und der Fortschritt hat kein menschliches Maß mehr. Heyne hält die 288 Seiten, in denen die Gattung erwachsen wird, indem sie aufhört, wir zu sein. Das Unheimliche liegt nicht im Teufelskostüm, sondern darin, dass die Hilfe ernst gemeint ist.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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