Die sexuelle Revolution
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die sexuelle Revolution |
| Autor(en): | Wilhelm Reich
|
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1936 |
| Schlagwörter: | Orgasmus, Familie, Autorität, Sexualpolitik |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Psychologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | S. Fischer |
| Erscheinungsort: | Die Sexualität im Kulturkampf |
| Umfang dieser Ausgabe: | 280 Seiten |
| ISBN: | 9783596267541 |
| Verweise | |
Die sexuelle Revolution ist der später festgesetzte Titel von Wilhelm Reichs 1936 zuerst als Die Sexualität im Kulturkampf erschienener Schrift. Sie liest die Kleinfamilie als Fabrik der Autorität: der Orgasmus als Politik, die Unterdrückung als Charakterpanzer, nicht als bloße Sitte.
Inhalt
Reich schreibt gegen Freuds Das Unbehagen in der Kultur die Befreiung, die Freud nicht wollte. Die Kultur zahlt nicht nur mit Triebverzicht; sie setzt den Verzicht in den Körper, in Haltung, Atmung, die Unfähigkeit, Lust zu Ende zu führen. Die autoritäre Struktur sitzt nicht zuerst in der Idee, sondern in diesem Panzer. Sexuelle Politik – Sexpol – meint die Behauptung, dass ohne Umwälzung der Familie die Umwälzung des Staates eine neue Obrigkeit erzeugt. Gegen die Traumdeutung als Königsweg setzt er die Klinik des Körpers; gegen die Partei, die die Sitte der Kleinbürger übernimmt, setzt er die Sexualreform als Ernst der Revolution. Das Buch ist Wien und Berlin, die KPD und der Bruch mit ihr, geschrieben bevor Skandinavien und Amerika die Orgonlehre nach sich zogen.
Die Gefahr ist die Erlösung durch den Orgasmus: wer Unfreiheit nur als Stauung liest, kann Politik zur Hygiene machen. Reich kennt den Einwand der bloßen Libertinage und hält an der Struktur fest, weil ohne sie Sexualität Privatsache derer bleibt, die schon frei sprechen dürfen. Kritik hat die Orgasmusformel für zu mechanisch, die Familie für zu sehr als einzige Fabrik, die spätere Esoterik für den Schaden am Text gehalten. Die Stärke bleibt der Satz von 1936, dass Autorität erzogen wird, bevor sie gewählt wird. Wer nach Reich nur Orgon kennt, hat diese Sexualsoziologie übersprungen. Wer nur 1936 kennt, unterschlägt, wie 1968 den Band las und grober machte, als er argumentierte.
Die Wirkung liegt in der Sexualreform, in der Studentenbewegung, die das Buch zum Hausbuch der Kommune machte, in einer Psychoanalyse nach Freud, die den Körper nicht nur als Schauplatz der Deutung nahm. Anna Freud hatte die Abwehr geordnet; Reich will die Abwehr auflösen, nicht listen. Die Fischer-Taschenbücher haben den Titel sexuelle Revolution festgesetzt. Im Essay nach Freud steht der Band, nicht in der Achtundsechzig-Reihe, damit derselbe Titel nicht zwei Listen trägt. Wer nur Cohn-Bendit kennt, hat 1936 nicht gelesen.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt die Psychoanalyse nach Freud eine Lehre der Deutung ohne Politik des Körpers. In Die Psychoanalyse nach Freud steht es neben Ferenczi und Anna Freud, nicht als neuntes der acht: Revolution gegen Abwehr, Körper gegen nur Traum. Wer nur das Unbehagen kennt, hat die Befreiung nicht gelesen, die Freud nicht wollte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
