Die wahre Geschichte des Ah Q

Lu Xun · 1921 · Erzählung


Das Werk
Deutscher Titel: Die wahre Geschichte des Ah Q
Autor(en): Lu Xun
Originaltitel: 阿Q正传
Originalsprache: chinesisch
Erstveröffentlichung: 1921
Schlagwörter: Revolution, Dorf, Selbsttäuschung, China
Sachgebiete: Erzählung
Greifbare Ausgabe
Verlag: Unionsverlag


Umfang dieser Ausgabe: 96 Seiten
ISBN:
Verweise


Die wahre Geschichte des Ah Q ist die 1921 bis 1922 in Fortsetzungen erschienene Erzählung von Lu Xun, im Chinesischen Ā Q Zhèngzhuàn. Ah Q, Tagelöhner im Dorf Weizhuang, verliert jede Prügelei und gewinnt sie in Gedanken, bis die Revolution von 1911 ihn als Räuber köpft, der er nicht einmal war. Nach dem Tagebuch eines Verrückten ist dies der Text, in dem Lu Xun die chinesische Selbsttäuschung zur Figur macht. Die deutsche Übersetzung von Johanna Herzfeldt und späteren Händen lief in mehreren Ausgaben; der Unionsverlag hat sie im Kanon der Moderne gehalten.

Inhalt

Ah Q hat keinen richtigen Namen, schläft in der Dorftempelbühne, arbeitet, wenn man ihn lässt, prahlt mit einer Sippe, die ihn nicht kennt. Wird er geschlagen, erklärt er sich zum Sieger der geistigen Niederlage: Die Demütigung wird zur Überlegenheit umgelogen. Lu Xun nennt das die Methode des geistigen Sieges. Der Herr der Zhao-Familie, der sogenannte Auslandsstudent, die Nonne, die Ah Q belästigt, die Wirtshausrunde: Das Dorf ist die Nation im Kleinen. Die Xinhai-Revolution kommt als Gerücht. Ah Q will mitmachen, weil Räuber und Revolutionäre in seinem Kopf dasselbe Glänzen haben; die neuen Herren wollen ihn nicht.

Er wird festgenommen, weil ein Raub geschehen ist und ein Sündenbock gebraucht wird. Das Gericht, das Geständnis, der Rundgang zur Hinrichtung: Ah Q merkt spät, dass dies kein Sieg mehr ist. Die Zuschauer kommen wegen des Spektakels; er findet die letzten Worte nicht. Lu Xun schreibt kalt, mit der Ironie des Chronisten, der eine Biographie vortäuscht, zu der die Quellen fehlen. Die Kapitelüberschriften parodieren die offizielle Lebensbeschreibung. Ah Q ist lächerlich und tot. Das Lächerliche schützt ihn nicht.

Die Erzählung ist die Probe auf die Republik: Die Zöpfe fallen, die Herren wechseln, der Tagelöhner bleibt der, an dem sich die Geschichte vollzieht, ohne ihn zu meinen. Wer nur die Satire auf den Nationalcharakter sucht, unterschlägt die Hinrichtung. Wer nur das Opfer der Feudalreste sucht, unterschlägt Ah Qs Übergriffe auf die schwächeren Frauen. Lu Xun hat die Figur so gebaut, dass jede spätere Kampagne sie vereinnahmen konnte; der Text widerspricht der Vereinnahmung, weil Ah Q nicht rein ist.

Einordnung

Neben dem Tagebuch eines Verrückten ist Ah Q das zweite Gründungsstück der modernen chinesischen Prosa. Mao hat Lu Xun zum Heiligen gemacht; Ah Q wurde zur Formel für Selbsttäuschung, oft gegen andere gewendet, selten gegen die eigene Kampagne. Wer nach 1921 über die chinesische Revolution spricht, ohne Weizhuang, spricht hinter dieser Erzählung. Sie ist länger als eine Novelle und kürzer als ein Roman; die Gattung Erzählung hält die Chronik-Parodie.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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