Digitaler Kapitalismus
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Digitaler Kapitalismus |
| Autor(en): | Philipp Staab
|
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2019 |
| Schlagwörter: | Plattform, Markt, Herrschaft, Digitalisierung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | edition suhrkamp |
| Umfang dieser Ausgabe: | 280 Seiten |
| ISBN: | 9783518075074 |
| Verweise | |
Digitaler Kapitalismus. Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit erschien 2019 bei Suhrkamp. Philipp Staab erklärt Plattformen nicht als freien Markt, sondern als private Herrschaft über Märkte: Wer die Infrastruktur besitzt, setzt Preise, Regeln, Sichtbarkeit. Das Buch ist Soziologie der politischen Ökonomie, keine Technikgeschichte.
Inhalt
Staab schreibt gegen die Rede, Digitalisierung mache alles flüssig und konkurrenzoffen. Unknappheit der Daten und Knappheit der Kontrolle fallen zusammen: Je mehr geteilt wird, desto mehr konzentriert sich die Macht, zu ordnen. Amazon, Google, die großen Händler und Vermittler erscheinen als Eigentümer von Marktplätzen, auf denen andere nur noch gastieren. Der Staat, der diese Märkte nicht als Märkte im alten Sinn reguliert, überlässt Herrschaft Privaten.
Der Ton ist nüchtern, begrifflich, mit Fällen aus Handel und Arbeit. Unsicher bleibt, wie weit europäische Regeln die Form brechen oder nur zähmen. Staab hält an Kapitalismus fest, weil ohne Verwertung die Plattform als Spielzeug erscheint. Die spätere Pandemie hat die These verschärft sichtbar gemacht: Wer den Zugang besitzt, besitzt den Alltag.
Die Stärke liegt in der Verschiebung: nicht Umbruch als Schicksal, sondern Eigentum an der Vermittlung. Die Schwäche, die Kritik nannte, ist die Enge auf westliche Großkonzerne und die Unterbestimmung von Kultur. Wer nur den Technikwandel sucht, findet Herrschaft. Wer nur Herrschaft sucht, findet die Form, in der Unknappheit Profit wird.
Einordnung
Vor Anpassung steht hier die Diagnose der Plattform als Marktbesitzer. Neben Zuboff und Crawford steht Staab als deutscher Soziologe der politischen Ökonomie, weniger Kulturkritik, mehr Eigentum. Wer nach 2019 über Digitalisierung spricht, ohne nur Innovation zu sagen, spricht oft in dieser Spur.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
