Drei Kameraden
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Drei Kameraden |
| Autor(en): | Erich Maria Remarque |
| Originaltitel: | Drei Kameraden |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1936 |
| Schlagwörter: | Kameradschaft, Krankheit, Nachkrieg, Werkstatt |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 592 Seiten |
| ISBN: | 9783462046311 |
| Verweise | |
Drei Kameraden ist ein Roman von Erich Maria Remarque, 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido auf Deutsch erschienen, nachdem der Autor Deutschland verlassen hatte. Drei Kriegsheimkehrer betreiben in einer großen, ungenannten Stadt eine Autowerkstatt und versuchen, im Schatten der Inflation und der Straßenkämpfe der späten zwanziger Jahre etwas wie ein Leben zu führen. Der Ich-Erzähler Robert Lohkamp liebt Patrice Hollmann, die an Tuberkulose stirbt; einer der Freunde fällt einem politischen Anschlag zum Opfer. Remarque hat nach Im Westen nichts Neues denselben Satz ins Zivile genommen: die Front ist vorbei, die Verwundung nicht. Das Buch ist Ilse Jutta Remarque gewidmet.
Inhalt
Robert Lohkamp, genannt Robby, arbeitet mit Gottfried Lenz und Otto Köster in einer knappen Werkstatt. Die drei haben denselben Krieg hinter sich und denselben Mangel vor sich; der Rennwagen Karl ist mehr Kamerad als Gerät. Bei einem Ausflug lernen sie Patrice Hollmann kennen, Pat, die aus einem anderen Stockwerk der Gesellschaft kommt und sich dennoch in Roberts Kneipen und Nächte ziehen lässt. Zwischen Robert und Pat wächst eine Liebe, die ihn aus der Gleichgültigkeit hebt, ohne die Stadt freundlicher zu machen. Die Werkstatt nährt sie schlecht. Korruption, Arbeitslosigkeit und die dumpfe Gewalt der Zeit liegen um die Ecken, die Remarque nicht mit Straßennamen versieht; es könnte Berlin sein, es bleibt absichtlich unbestimmt.
An der See erleidet Pat einen Blutsturz. Köster rast im Karl zum Arzt Jaffé, der sie rettet und später die Diagnose nicht beschönigt: Tuberkulose, ein Sanatorium in den Alpen, unsichere Aussicht. Robert begleitet Pat in die Höhe, muss zurück, weil das Geld und die Werkstatt es verlangen, und lebt in der Spannung zwischen Hoffnung und dem Wissen, dass die Krankheit nicht verhandelt. Der Winter kommt. Ein Telegramm ruft ihn: Robby komm bald. Köster und Robert fahren. Lenz ist daheim einem politisch motivierten Anschlag zum Opfer gefallen; die Werkstatt ist am Ende; Köster verkauft den Karl, um den Aufenthalt zu zahlen. Robert verschweigt Pat beides, damit die letzte Zeit nicht noch die Freunde und das Auto begräbt.
Er bleibt bei ihr, bis sie in einem schweren Todeskampf stirbt. Der Roman schließt: Dann kam der Morgen, und sie war es nicht mehr. Die drei Kameraden des Titels sind Lohkamp, Köster und Lenz – und sind es auch nicht, weil Pat und der Wagen in dieselbe Treue eintreten, die der Krieg gelehrt hat. Remarque erzählt Kneipen, Reparaturen, Fahrten und Krankenhausnächte in einem Ton, der Witz und Trauer nicht trennt. Die Stadt bleibt kalt; die Zärtlichkeit zwischen Robert und Pat ist der Widerspruch, den das Buch gegen sie setzt, und sie reicht nicht zum Überleben.
Einordnung
Remarque hat im Exil ein Buch geschrieben, das den Krieg nicht noch einmal in den Schützengraben legt, sondern in die Unfähigkeit, danach anzukommen. Im Westen nichts Neues hatte die Front zum Weltbuch gemacht; Drei Kameraden zeigt die Heimkehrer als Männer, die sich gegenseitig halten, weil der Staat und der Markt sie nicht halten. Die politische Gewalt, die Lenz tötet, bleibt ohne Parteiname und ist doch eindeutig als Terror der Straße lesbar. Die Krankheit Pats gibt dem Roman die Form der Countdown-Liebe, ohne sie zur Rührung zu verbrauchen: Der Tod ist qualvoll, das Geld entscheidet mit, der Wagen wird geopfert.
Die amerikanische Verfilmung Three Comrades von 1938, Drehbuch unter anderem von F. Scott Fitzgerald, hat aus dem Stoff ein Hollywood-Melodram gemacht und die Schärfe der Werkstatt geglättet. In Remarques Werk steht der Band zwischen dem Antikriegsbuch und späteren Exilromanen, näher am Alltag, härter im Verlust. Wer nach diesem Roman über Kameradschaft in der Weimarer Endzeit spricht, findet keine Idylle der Männerbünde, sondern eine Ökonomie des Teilens, die den Tod nicht aufhält. Der Morgen nach Pats Sterben ist kein neuer Anfang, nur die Feststellung, dass sie fehlt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
