Einübung im Christentum

Søren Kierkegaard · 1850 · Sachbuch, Theologie


Das Werk
Deutscher Titel: Einübung im Christentum
Autor(en): Søren Kierkegaard
Originaltitel: Indøvelse i Christendom
Originalsprache: dänisch
Erstveröffentlichung: 1850
Schlagwörter: Nachfolge, Ärgernis, Gleichzeitigkeit, Kirche
Sachgebiete: Sachbuch, Theologie
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam
Serie: Reclams Universal-Bibliothek
Umfang dieser Ausgabe: 280 Seiten
ISBN: 9783150085554
Verweise


Einübung im Christentum (dänisch Indøvelse i Christendom) ist die 1850 unter dem Namen Anti-Climacus erschienene Schrift von Søren Kierkegaard über die Nachfolge, die nicht Bewunderung ist. Christus als Zeitgenosse, das Ärgernis, die Kirche, die das Christentum zur Christenheit verdünnt: das strenge Buch vor dem offenen Angriff auf die dänische Staatskirche.

Inhalt

Kierkegaard setzt die Gleichzeitigkeit. Christsein heißt nicht, achtzehn Jahrhunderte später einem Helden applaudieren, dessen Ausgang man kennt. Es heißt, dem Niedrigen begegnen, der Anstoß ist, und nachfolgen, ohne den Triumph als Polster. Die Einladung „Kommet her zu mir“ gilt dem Leidenden, nicht dem Sieger der Geschichte. Die Christenheit hat aus dieser Einladung eine Kultur gemacht, in die man geboren wird. Anti-Climacus – strenger als Kierkegaard sich unter eigenem Namen erlaubt – nennt das Abfall. Einübung ist Wiederholung der Nachfolge, nicht Katechismus. Die drei Teile gelten der Einladung, dem Ärgernis, der Nachfolge als Lebensform gegen die Bewunderung.

Der Ton ist der der Spätschriften: Wiederholung, Anrede, die Predigt, die nicht tröstet, indem sie mildert. Hegel ist der ferne Gegner; der nahe ist die Kirche, die Sonntag christlich ist und Montag Welt. Dietrich Bonhoeffers Nachfolge wird dieselbe billige Gnade später in Deutschland treffen; Kierkegaard trifft sie in Kopenhagen, bevor der Kirchensturm der letzten Jahre öffentlich wird. Wer nur den Existenzialisten sucht, unterschlägt den Christlichen. Wer nur den Frommen meint, unterschlägt das Ärgernis, ohne das die Nachfolge Bewunderung eines Klassikers wäre.

Unsicher bleibt, wie weit Anti-Climacus den Autor selbst verurteilt. Kierkegaard hat die Strenge als Ideal gesetzt, das er nicht erfüllte, und die Distanz im Decknamen gehalten. Das Buch ist Übung, nicht Biographie. Die Moderne hat die Gleichzeitigkeit als Authentizität gelesen; Kierkegaard meint den Christus der Evangelien, nicht das echte Selbst. Die Verwechslung nährt sich aus dem Pathos und führt nicht in dieselbe Einübung.

Einordnung

Die Einübung hat der Theologie des Einzelnen das Buch der Nachfolge gegeben, das nicht Erbauung ist. Der Begriff Angst und Die Krankheit zum Tode setzen Freiheit und Verzweiflung; hier steht die christliche Form gegen die Christenheit. Bonhoeffers Nachfolge und Widerstand und Ergebung liegen in dieser Linie, ohne Kopenhagen zu wiederholen. Wer nach 1850 Christentum sagt und Kultur meint, hat Anti-Climacus gegen sich.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

Theologie entdecken