Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

Amos Oz · 2002 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
Autor(en): Amos Oz
Originaltitel: סיפור על אהבה וחושך
Originalsprache: hebräisch
Erstveröffentlichung: 2002
Schlagwörter: Jerusalem, Familie, Staatsgründung, Kindheit
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Suhrkamp


Umfang dieser Ausgabe: 736 Seiten
ISBN: 9783518413661
Verweise


Eine Geschichte von Liebe und Finsternis ist der 2002 erschienene autobiographische Roman von Amos Oz, im Hebräischen Sipur al ahava we-choschech. Ein Kind in Jerusalem der vierziger und fünfziger Jahre sieht die Eltern, die aus Osteuropa gekommen sind, den jungen Staat, die Bücher, die Traurigkeit der Mutter, die sich tötet, und den Vater, der Wörter sammelt. Die deutsche Übersetzung von Ruth Achlama erschien bei Suhrkamp. Oz, 1939 in Jerusalem geboren, 2018 in Tel Aviv gestorben, hat das eigene Haus zur Geschichte des Landes gemacht, ohne das Haus zur Allegorie zu verdünnen.

Inhalt

Die Kleinwohnung in Kerem Avraham: der Gelehrte Klausner als Verwandter, die Tanten, das Hebräisch als Baustelle, Arabisch als Nachbarsprache, die Briten, der Krieg von 1948, der Schießplatz hinter dem Zaun. Amos, der Amos Klausner war, bevor er Oz, Stärke, wurde, liest, lügt, will Schriftsteller sein, flieht später in den Kibbuz. Die Mutter Fania erzählt Märchen aus der Ukraine und erträgt Jerusalem nicht. Der Vater Jehuda Arie liebt Wörter und fürchtet die Körper.

Oz wechselt die Zeiten: Kindheit, der erwachsene Erzähler, die europäische Vorgeschichte der Familie, die nicht ankommt, wo sie ankommt. Die Staatsgründung ist Jubel und Enge. Die Mutter stirbt, als der Junge zwölf ist; der Vater heiratet wieder; der Sohn bricht mit dem Namen. Liebe und Finsternis sind nicht zwei Kapitel. Sie sind die Ehe, die Stadt, das Projekt Hebräisch. Berühmte Besucher gehen durch das Buch; berühmter ist der Geruch des Speiseöls.

Wer nur die Nationalallegorie sucht, unterschlägt Fania. Wer nur die Trauer um die Mutter sucht, unterschlägt die Wörterbücher. Das Buch ist lang, anekdotisch, genau in der Kleinheit, aus der Staaten gemacht werden. Der Kibbuz kommt als Ausweg und als nächste Enge. Oz hat sich später politisch eingemischt; hier erzählt er, bevor die Meinung die Erinnerung ersetzt.

Einordnung

Oz hat Israel den großen Erinnerungsroman gegeben, den die Weltliteratur der Staatsgründer oft den Vätern überließ. Neben den palästinensischen Gegenbüchern derselben Stadt steht dieses Jerusalem als das der Bücherregale und der Melancholie. Wer nach 2002 über Jerusalem, Hebräisch und die europäische Herkunft spricht, spricht hinter Fania und Jehuda Arie. Die Übersetzungen haben das Buch zum Weltstoff gemacht; es bleibt ein Kinderbuch der Enge, das Erwachsene lesen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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