Einflussangst
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Einflussangst |
| Autor(en): | Harold Bloom |
| Originaltitel: | The Anxiety of Influence. A Theory of Poetry |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1973 |
| Schlagwörter: | Einfluss, Dichtung, Agon, Vorläufer |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Literaturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 208 Seiten |
| ISBN: | 9783518117361 |
| Verweise | |
Einflussangst (englisch The Anxiety of Influence) ist das 1973 erschienene Buch von Harold Bloom, die Theorie der Dichtung als Kampf mit den Toten. Starke Dichter missverstehen ihre Vorläufer produktiv; Schwache wiederholen. Yale ist hier nicht Derrida, sondern ein Agon, der Freud und Nietzsche in die Literaturgeschichte trägt. Das Buch hat die Schule gesprengt, indem es Kanon als Psychomachie las.
Inhalt
Bloom setzt sechs Tropen oder Revisionsschritte, in denen der späte Dichter den frühen beugt, räumt, dämonisiert. Einfluss ist keine Quelle, die man nachweist, sondern eine Angst, die Form erzeugt. Milton lastet auf den Romantikern; die Amerikaner lasten aufeinander. Wer Literaturgeschichte als Fortschritt oder als Dialog der Gleichen liest, unterschlägt den Kampf. Die Prosa ist prophetisch, kanonversessen, gegen den ruhigen Historismus.
Das Buch steht schräg zur Dekonstruktion de Mans: Bloom will Stärke, nicht Unlesbarkeit. Trotzdem gehört er zu Yale, weil er denselben Nietzsche und denselben Verdacht gegen die naive Bedeutung teilt. Die späteren Kanon-Kämpfe, The Western Canon, haben 1973 oft überstrahlt. Wer nur den Kanonwächter kennt, unterschlägt die Angst; wer nur die Angst kennt, unterschlägt Shakespeare, den Bloom zum Maß machte.
Die deutsche Aufnahme war zwiespältig: zu amerikanisch, zu männlich, zu wenig Gesellschaft. Geblieben ist das Wort Einflussangst, das Feuilletons benutzen, ohne die sechs Tropen.
Einordnung
Bloom hat Yale den Agon gegeben, den de Man nicht wollte. Neben den Allegorien und der Grammatologie steht die Einflussangst als der Text, der Dichtung als Streit mit den Toten fasst. Die Kulturkämpfe um den Kanon haben das Buch zur Waffe gemacht. Wer Yale nur als Zerlegen von Sinn kennt, hat die Stärke nicht gelesen, die Bloom den Dichtern zuschrieb.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
