Emma
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Emma |
| Autor(en): | Jane Austen |
| Originaltitel: | Emma |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1815 |
| Schlagwörter: | Heirat, Irrtum, Stand, Highbury |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 600 Seiten |
| ISBN: | 9783150204047 |
| Verweise | |
Emma ist der Roman von Jane Austen, 1815 in London erschienen, der letzte, den sie noch selbst durch die Drucklegung begleitete. Emma Woodhouse, jung, reich und ohne Sorge um eine Versorgung, setzt sich in den Kopf, die Heiraten anderer zu lenken, und irrt sich in fast jeder Neigung, die sie zu erkennen glaubt. Austen hat die Heldin selbst als eine Figur angekündigt, die niemand außer ihr besonders mögen werde; gerade diese Unliebebarkeit trägt das Buch. Wer nur Stolz und Vorurteil kennt, trifft hier eine Erzählerin, die weniger das Recht auf Liebe verteidigt als die Gefahr des Müßiggangs im wohlhabenden Dorf. Highbury ist klein, und genau deshalb wird jeder Irrtum öffentlich.
Inhalt
Emma Woodhouse führt nach dem Tod der Mutter den Haushalt des hypochondrischen Vaters Mr. Woodhouse in Hartfield bei Highbury. Die Gouvernante Miss Taylor heiratet Mr. Weston; Emma, der die Gefährtin fehlt, nimmt sich der jungen Harriet Smith an, eines Mädchens unklarer Herkunft, und redet ihr die Verbindung mit dem tüchtigen Pächter Robert Martin aus. Stattdessen sieht sie in Harriet die künftige Frau des Pfarrers Mr. Elton. Elton macht Emma selbst eine Erklärung, die sie als Missverständnis abtut und die Harriet demütigt; der Pfarrer heiratet bald die kühle, geldstolze Augusta Hawkins. Mr. Knightley, Nachbar, Schwager der älteren Schwester Isabella und der einzige, der Emma widerspricht, tadelt die Einmischung. Emma hört und fährt fort. Sie liest Menschen wie ein Buch, das sie selbst geschrieben hat.
Nach Highbury kommen Jane Fairfax, Nichte der gesprächigen Miss Bates, gebildet, arm, für den Beruf der Gouvernante bestimmt, und Frank Churchill, der Sohn Westons aus erster Ehe, der bei reichen Verwandten in Enscombe aufwuchs. Emma hält Jane für hochmütig und Frank für den Mann, den sie selbst nicht heiraten, aber bewundern will; sie wähnt eine Neigung Franks zu Harriet und eine geheime zu Jane, ohne die zweite ernst zu nehmen. Ein Ausflug nach Box Hill wird zur Bloßstellung: Emma verletzt Miss Bates mit einem Witz über deren Geschwätzigkeit, Knightley nimmt sie beiseite, und zum ersten Mal trifft der Tadel die Scham, nicht nur den Stolz. Ein Rätsel um ein Klavier für Jane, Briefe, Blicke und ein Überfall auf der Landstraße, bei dem Frank Harriet beisteht, halten die Täuschung am Leben. Harriet, ermutigt, fasst Hoffnung auf Knightley selbst.
Die Wahrheit kommt in Schüben. Frank und Jane sind heimlich verlobt; Franks Leichtigkeit war Deckung, Janes Kälte war Furcht. Harriet liebt Knightley, und Emma begreift in demselben Augenblick, dass sie selbst Knightley liebt und ihn beinahe an das Geschöpf ihrer Erziehung verloren hätte. Knightley hat Emma seit Jahren angesehen, nicht als Kind der Nachbarschaft, sondern als die Frau, deren Fehler er erträgt, weil ihr Verstand sie bessern kann. Mr. Woodhouse fürchtet jede Heirat als Zugluft; erst ein Diebstahl von Hühnern in der Nachbarschaft macht den Schwiegersohn im Haus zur Beruhigung. Harriet kehrt, ohne Groll der Autorin, zu Robert Martin zurück. Jane übersteht die Demütigung der heimlichen Bindung, Frank wird durch den Tod der Tante frei. Austen verteilt Ehen, ohne sie zur Belohnung für Tugend zu machen: Emma heiratet den Mann, der sie gekannt hat, bevor sie sich selbst kannte.
Einordnung
Austen hat in Emma die beschränkte Welt so eng gemacht, dass jede Fehldeutung eine soziale Tat ist. Highbury hat keine große Geschichte; es hat Bälle, Besuche, Almosen und den Stand, der entscheidet, wen man zum Abendessen bittet. Gegen Verstand und Gefühl ist das Buch weniger ein Schwesternstück als ein Lehrstück über Einbildungskraft, die sich für Urteil hält; gegen Stolz und Vorurteil ist die Heldin nicht die Unterlegene, die recht behält, sondern die Überlegene, die unrecht hat. Knightley ist keine bloße Korrekturinstanz, er irrt selbst, namentlich in der Härte gegen Frank. Die Erzählerin hält sich nah an Emma und lässt den Leser deren Irrtümer teilen, bis die Scham auf Box Hill auch die seine wird.
Verfilmungen, von der BBC bis zu freien Versetzungen in die Gegenwart, haben Emma jünger, Harriet dümmer und Knightley weicher gemacht. Der Text bleibt bei Geld, Herkunft und der Frage, ob eine reiche Frau das Recht hat, über die arme zu verfügen, weil sie es gut meint. Deutsche Ausgaben schwanken zwischen Nüchternheit und Kostüm; Reclam hält die Übersetzung von Ursula und Christian Grawe. Wer Austen nur als Heiratsordnung liest, verfehlt die Kränkung der Miss Bates, die länger nachklingt als jede Verlobung. Wer nach Emma über gutgemeinte Macht im Privaten spricht, spricht hinter diesem Roman.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
