Fear and Loathing in Las Vegas
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Fear and Loathing in Las Vegas |
| Autor(en): | Hunter S. Thompson |
| Originaltitel: | Fear and Loathing in Las Vegas |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1971 |
| Schlagwörter: | Las Vegas, Rausch, Journalismus, Amerika |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Heyne
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| Umfang dieser Ausgabe: | 256 Seiten |
| ISBN: | 9783453401372 |
| Verweise | |
Fear and Loathing in Las Vegas ist der Schlüsselroman von Hunter S. Thompson, 1971 in den Vereinigten Staaten erschienen, deutsch als Angst und Schrecken in Las Vegas. Ein Sportjournalist und sein Anwalt fahren mit einem Wagen voller Rauschmittel nach Las Vegas, sollen über ein Wüstenrennen berichten und suchen den amerikanischen Traum, den sie nur noch als Kater, Casino und Polizeikongress finden. Thompson hat zwei Reisen mit dem Anwalt Oscar Zeta Acosta in die Ich-Figur Raoul Duke und den Begleiter Dr. Gonzo gelegt. Der Band gilt als Hauptstück des Gonzo-Journalismus, einer Berichterstattung, die den Reporter in die Geschichte treibt, bis die Grenze zwischen Bericht und Rausch fällt. Ralph Steadmans Zeichnungen haben die Fratzen festgesetzt.
Inhalt
Raoul Duke, im Auftrag eines Magazins unterwegs, soll das Geländerennen Mint 400 bei Las Vegas schildern. Dr. Gonzo, korpulent, jähzornig und als samoanischer Anwalt eingeführt, sitzt neben ihm. Der Kofferraum ist eine fahrende Apotheke; der Text zählt nicht auf, um zu prahlen, sondern um zu zeigen, dass Maß hier keine Kategorie mehr ist. In Las Vegas steigen sie unter falschen Namen ab, halluzinieren Fledermäuse über der Wüste, versäumen das Rennen weitgehend und verwandeln Hotel, Bar und Mietwagen in Schauplätze einer Flucht vor der Nüchternheit. Duke formuliert die Suche nach dem amerikanischen Traum und merkt, dass Las Vegas ihn als Neon und Einsatz verkauft, nicht als Versprechen.
Die zweite Hälfte führt die beiden, noch immer berauscht, auf einen Kongress von Bezirksstaatsanwälten über Drogen. Sie sitzen unter den Hütern der Ordnung, sprechen mit, ohne erkannt zu werden, und machen die Veranstaltung zur Farce und zum Spiegel: Die Angst vor den Stoffen ist der Stoff, von dem die Versammlung lebt. Rückblenden gelten San Francisco und den Jahren, in denen die Gegenkultur der sechziger Jahre noch an eine andere Gesellschaft glaubte. Duke hält diese Jahre für vorbei; der Rausch ist kein Aufbruch mehr, sondern der Versuch, der Härte der siebziger Jahre zu entkommen. Das Motto aus Dr. Johnson – wer sich zum Tier macht, befreie sich vom Leid, Mensch zu sein – hängt über der Fahrt wie eine Warnung, die niemand befolgt.
Die Episoden häufen sich: zerstörtes Zimmer, fluchtartige Abreise, Rückkehr, Gonzo in der Badewanne mit einem Messer, Duke am Steuer, immer wieder die Frage, ob sie noch berichten oder nur noch überleben. Ein Auftrag über eine Sportmesse ersetzt den anderen; die Arbeit bleibt Vorwand. Am Ende steht keine Läuterung. Las Vegas hat den Traum nicht widerlegt, indem es ihn Lügen strafte, sondern indem es ihn als Geschäft betrieb. Thompson schließt nicht mit Reue, sondern mit der Einsicht, dass die Fahrt das war, was von der Suche übrigblieb.
Einordnung
Thompson hat die neue Reportage an eine Stelle geführt, an der der Reporter nicht mehr neben dem Geschehen steht, sondern dessen beschädigter Kern ist. Gonzo meint hier: Subjektivität als Methode, Übertreibung als Genauigkeit, der eigene Körper als Messgerät einer Gesellschaft, die Rausch und Strafe gleichzeitig organisiert. Das Buch rechnet mit der Naivität der Blumenkinder ab, ohne zur Ordnung zurückzukehren; es ist Nachruf und Kater, beides. Neben den Reportagen über die Hells Angels und den Wahlkampf von 1972 bleibt Fear and Loathing in Las Vegas das Werk, in dem Thompson die Form gefunden hat, die man seither mit seinem Namen nennt. Der Originaltitel ist im Deutschen gebräuchlich geblieben, auch wo die Übersetzung den Angsttitel setzt.
Terry Gilliams Film von 1998 mit Johnny Depp und Benicio Del Toro hat Steadmans Bilder in Bewegung gesetzt und den Roman weder gezähmt noch ersetzt; Thompson selbst taucht in zwei kurzen Auftritten auf. Wer nach ihm über den Journalismus spricht, der sich in die Geschichte wirft, spricht hinter diesem Band; wer ihn für eine bloße Rauschgeschichte hält, hat den Kongress der Staatsanwälte und den Nachruf auf die sechziger Jahre nicht gelesen. Die angegebene Ausgabe folgt der Übersetzung von Teja Schwaner.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
