Fiesta
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Fiesta |
| Autor(en): | Ernest Hemingway |
| Originaltitel: | The Sun Also Rises |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1926 |
| Schlagwörter: | Paris, Pamplona, Stierkampf, Generation |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 320 Seiten |
| ISBN: | 9783499269127 |
| Verweise | |
Fiesta ist der 1926 erschienene erste große Roman von Ernest Hemingway, im Original The Sun Also Rises. Amerikaner und Briten der Nachkriegsjahre trinken in Paris und fahren nach Pamplona zu den Sanfermines; in der Mitte steht Jake Barnes, dem eine Kriegsverletzung die Mannheit genommen hat, und Brett Ashley, die ihn liebt und andere nimmt. Der englische Titel zitiert den Prediger: Die Sonne geht wieder auf, die Erde bleibt; Gertrude Stein lieferte das Wort von der verlorenen Generation, das Hemingway dem Buch voranstellt. Rowohlt brachte 1928 die Übertragung von Annemarie Horschitz-Horst; Werner Schmitz hat 2015 neu übersetzt. Der Roman machte Hemingway berühmt und Pamplona zum Ziel von Lesern, die den Stierlauf für Literatur hielten.
Inhalt
Jake arbeitet in Paris als Korrespondent, sitzt in Cafés, zählt das Guthaben. Im Lazarett des Ersten Weltkriegs hat er Brett kennengelernt; die Liebe blieb, der Körper nicht. Robert Cohn, Schriftsteller und ehemaliger Boxer, hängt an Jake, hat eine Affäre mit Brett in San Sebastián und versteht nicht, dass sie vorbei ist. Frances klagt Cohn nach, der die Ehe versprochen und zurückgezogen hat. Jake sagt nicht, was er weiß. Mit Bill Gorton, der aus New York kommt, fährt Jake über Bayonne nach Pamplona; der Hotelier Montoya achtet Jake als Kenner des Stierkampfs und vergibt ihm die trinkenden Freunde. Brett reist mit Mike Campbell, dem schottischen Verlobten, der pleite ist und trinkt. Cohn folgt Brett wie ein Schatten.
Die Fiesta dauert sieben Tage. Stiere laufen durch die Gassen, in der Arena stirbt ein Pferd am Horn, Brett sieht zu, Cohn ekelt sich und bleibt. Mike fordert Cohn auf zu gehen; Cohn bleibt. Brett verliebt sich in den jungen Torero Pedro Romero, neunzehn, und lässt sich von Jake vorstellen, obwohl Jake weiß, dass Montoya genau das verachtet: Cognac, eine ausländische Frau, ein Torero, der noch rein sein soll. Jake vermittelt trotzdem. Cohn, einst Boxer, prügelt Romero im Hotelzimmer und schlägt auch den betrunkenen Jake. Romero kämpft verletzt weiter und glänzt; Brett fährt mit ihm fort, Cohn verschwindet, wahrscheinlich zu Frances, und die Fiesta ist vorbei.
Jake sucht allein San Sebastián, ein paar ruhige Tage, bis ein Telegramm Brett nach Madrid ruft. Sie hat Romero verlassen, weil er besitzen wollte, was sie nicht hergibt. Im Taxi durch die Hitze sagt Brett, sie hätten so glücklich sein können; Jake antwortet, es sei hübsch, sich das vorzustellen. Der Satz schließt den Kreis: Jake begreift, dass Brett ihn ruft, wenn es ihr schlecht geht, und dass ein gemeinsames Leben die Verletzung nicht ungeschehen machte. Hemingway hat an Fitzgerald geschrieben, es sei eine verdammt traurige Geschichte davon, wie Menschen zugrunde gehen. Die Erde bleibt; die Clique nicht.
Einordnung
Hemingway hat aus dem Sommer 1925 in Pamplona den Roman der desillusionierten Nachkriegsleute gemacht, ohne ihn zur Anklage zu weiten. Die Gegensätze – stickiges Paris, klares Angeln in den Pyrenäen, die Arena dazwischen – tragen eine Moral, die nicht ausgesprochen wird: Natur und Handwerk gegen den Alkohol, Romero gegen Cohn, Jake gegen die Selbstschonung. Brett bleibt die Circe, die die Männer nicht festhält und nicht freigibt; spätere Lektüren haben ihr weniger Dämonie und mehr Enge zugestanden. Cohn, der einzige, der von Gefühlen spricht, wird von der Gruppe gestraft, als wäre Aufrichtigkeit ein Fehler des Stils.
Henry Kings Film von 1957, Zwischen Madrid und Paris, mit Tyrone Power und Ava Gardner, hat die Traurigkeit in Kostüm und Stierkampf aufgelöst. Gegenüber In einem andern Land ist Fiesta das Buch des Kreislaufs, nicht des Todes im Kindbett: Hier stirbt niemand zentral, hier geht etwas kaputt, das schon kaputt war. Die Horschitz-Horst-Fassung hat das deutsche Hemingway-Bild geprägt; Schmitz holt den Satz näher an das Amerikanische, das unter dem Deutsch lag. Wer die verlorene Generation nur als Etikett kennt, findet hier die Rechnung in Drinks, Telegrammen und einem Taxi, das nirgendwo ankommt. Die angegebene Rowohlt-Ausgabe folgt Schmitz und zählt 320 Seiten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
